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Sieben Finalplätze – Schäfer rückt am Boden nach

Cluj-Napoca. (/) Tabea Alt präsentierte sich als unbekümmerter Top-Neuling, Elisabeth Seitz hat das Trauma der knapp verpassten Olympia-Medaille von Rio glänzend verdaut. Beide Turnerinnen beeindruckten am Donnerstag mit einem Glanzauftritt in der Qualifikation der Europameisterschaften von Cluj-Napoca. Da am Abend auch Kim Bui erstklassige Leistungen bot, konnte Cheftrainerin Ulla Koch strahlen. "Es gibt keinen Grund, nicht absolut zufrieden zu sein", resümierte sie. Mit sieben Finalplätzen waren die deutschen Turnerinnen so erfolgreich wie noch nie seit 1990. Als Führende nach dem Vorkampf geht die Olympia-Vierte Elisabeth Seitz (14,566 Punkte) als Topfavoritin in den Medaillenkampf am Stufenbarren. Sie wird dort begleitet von ihrer Stuttgarter Teamgefährtin Kim Bui (14,133/7.). Der neue deutschen Hoffnung Tabea Alt merkte man die Aufregung beim EM-Debüt nicht an. Nervenstark meisterte sie den Vierkampf und belegte mit 54,866 Punkten den dritten Platz. Medaillenchancen hat sie auch am Schwebebalken. Kim Bui schaffte als Sechste den Sprung ins Mehrkampf-Finale (53,632) und als Siebte in den Endkampf am Boden (13,166). Agentur

Pechvogel war die Saarländerin Pauline Schäfer. Sie musste bei dem von ihr selbst kreierten Salto am Schwebebalken vorzeitig absteigen. Kleiner Trost: Weil die Jury Rumänin Catalina Ponor am Boden einen halben Punkt abzog, weil sie in ihrer Übung keinen Vorwärtssalto gezeigt hatte, rückte Schäfer als Achte ins Finale.