"Sie sind einfach nur hungrig danach, gut zu spielen"

"Sie sind einfach nur hungrig danach, gut zu spielen"

Saarlouis. "Ich sehe ein Riesenpotenzial in dieser Mannschaft. Aber wir wissen auch, dass sie sehr jung und unerfahren ist", erklärt René Spandauw, Trainer der Saarlouis Royals. Nach einer langen Sommerpause und knapp zwei Monaten Vorbereitungszeit mit etwa einem Dutzend Testspielen sind die Basketballerinnen heiß auf die Bundesliga

Saarlouis. "Ich sehe ein Riesenpotenzial in dieser Mannschaft. Aber wir wissen auch, dass sie sehr jung und unerfahren ist", erklärt René Spandauw, Trainer der Saarlouis Royals. Nach einer langen Sommerpause und knapp zwei Monaten Vorbereitungszeit mit etwa einem Dutzend Testspielen sind die Basketballerinnen heiß auf die Bundesliga."Wir konnten in den Testspielen viel ausprobieren. Ich denke, dass sich die Mannschaft gefunden hat und wir für die Saison gut vorbereitet sind", sagt Center-Spielerin Petra Manakova vor dem Auftakt an diesem Sonntag in Chemnitz gegen die BG 89 Avides Hurricanes aus Rothenburg/Scheeßel (13.30 Uhr).

Trotzdem schwingen in der Stimme von Spandauw Zweifel mit. "Wir wissen gar nicht, wie weit die anderen Mannschaften in der Liga sind. Das werden wir beim Season Opening dann sehen, wenn wir die anderen Mannschaften gesehen haben", meint er. Der Trainer der Royals macht sich viele Gedanken um sein Team. Und ein Punkt, der ihn in dieser Saison zweifelsfrei ärgert, ist die Ausländerregelung, die seiner Meinung nach nur das Niveau der Liga drückt. Trotzdem weiß er, dass für ihn und seine Mannschaft keine Ausnahmen gemacht werden. Will er auch gar nicht. Deshalb werden auch bei den Royals zu jedem Zeitpunkt des Spiels mindestens zwei Deutsche auf dem Feld stehen.

Hierzu zählen auch die Neuzugänge Laura Rahn und Katharina Häfele. Sie sind, wie Spandauw sagt, "nah dran" an der Bundesliga-Form, brauchen wohl aber noch etwas Zeit. Auch die lange verletzte Lina Schiffer gehört zu den wichtigen deutschen Spielerinnen. "Mein Fuß macht Fortschritte. Wir versuchen, die Belastung langsam zu steigern", erklärt Schiffer. Wann sie wieder richtig einsteigen kann, ist noch nicht sicher. Aber auch sie ist überzeugt vom neuen Team: "Wir verstehen uns super, und neben der guten Atmosphäre stimmt auch die Motivation."

Mit Katharina Müller, Joana Meyer und Levke Brodersen kann Spandauw sicher rechnen. Die drei Nachwuchsspielerinnen drängen förmlich in die Mannschaft. "In jedem Spiel wird eine der ganz jungen Spielerinnen ihre Rolle finden", sagt Spandauw.

Nach knapp zwei Monaten des Teambuildings und vielen Testspielen haben sich bei den neu formierten Royals auch Leistungsträger hervorgetan. Myrthe Beld ist eine von ihnen, aber auch die US-Amerikanerin Paige Mintun. "Sie ist wie meine Verlängerung auf dem Feld", sagt Spandauw. Trotzdem will er sich nicht auf eine Startformation festlegen. "Petra Manakova ist die einzige, die gesetzt ist", erklärt er. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen die Tiefe des Kaders, dann die Ausländerregelung - und weil sich Spandauw auf jeden Gegner anders einstellen will.

Ein großes Saisonziel - etwa einen Titelgewinn, mindestens aber das Erreichen der Playoffs - wollen sich die Royals derzeit nicht aufzwingen lassen. "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen sehr viel dazugelernt und strotzt nur so vor Ehrgeiz und Spielwitz", sagt Spandauw: "Sie sind einfach nur hungrig danach, gut zu spielen."