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Shakespeare soll Englands Ehre retten

Shakespeare soll Englands Ehre retten

Leicester City ist der große Außenseiter im Viertelfinale der Champions League.

Pep Guardiola? Früh gescheitert mit Manchester City. Arsène Wenger? In einer Krise mit dem FC Arsenal. Nur Craig Shakespeare kann die Ehre der reichen Premier-League-Klubs in der Champions League verteidigen. Nach dem frühzeitigen Ausscheiden der Tottenham Hotspur, von Manchester City und dem FC Arsenal ist Leicester City der letzte englische Hoffnungsträger in der Königsklasse. Und der abgestürzte Sensationsmeister hat rechtzeitig vor dem Viertelfinal-Hinspiel bei Atlético Madrid (heute, 20.45 Uhr/Sky) seine Form wiedergefunden - dank Shakespeare.

"Wir werden bereit sein", sagte der 53-Jährige, der Ende Februar auf den entlassenen Meistertrainer Claudio Ranieri folgte und seither eine beeindruckende Bilanz vorweisen kann. Mit sechs Siegen aus sieben Pflichtspielen sorgte er dafür, dass Jamie Vardy und Co. sich der größten Abstiegssorgen in der Liga entledigten und den Kopf frei haben für das nächste Kapitel ihres Märchens.

"Wir treffen auf ein Team, dass zweimal in den vergangenen drei Jahren das Finale erreicht hat, das ist eine riesengroße Herausforderung", sagte Shakespeare zwar mit größtem Respekt vor dem Schwergewicht aus der spanischen Hauptstadt. Doch auch im Achtelfinale gegen den FC Sevilla war Leicester klarer Außenseiter und setzte sich mit unbändigem Kampfgeist letztlich durch.

Die Auftritte der vergangenen Wochen haben Diego Simeone beeindruckt. "Wir treffen nicht auf dieselbe Mannschaft, die Leicester noch bei der Auslosung war", sagte Atléticos Startrainer: "Es wird eine richtig schwierige Aufgabe gegen eine Mannschaft, die uns in einigen Aspekten ähnelt."

Beide Teams zeichnen sich im Vergleich mit den weiteren europäischen Topklubs vor allem durch ihren Kampfgeist aus, bevorzugen das Konterspiel und agieren hoch emotional. Der Druck lastet auf den Schultern der Spanier, Leicester kann frei aufspielen. Noch vor wenigen Wochen lag der Sensationsmeister des vergangenen Jahres am Boden und schien auch nach der 1:2-Hinspielniederlage Achtelfinale in Sevilla so gut wie ausgeschieden. Doch nach der Trennung von Ranieri lösten die Profis plötzlich die Fesseln und spielen befreit auf. Die Königsklasse fungiert "wie eine Medizin für uns", sagte der Ex-Schalker Christian Fuchs, der wie Ex-Nationalspieler Robert Huth erneut die besonderen Momente für den Saisonendspurt aufsaugen will.