SG Perl-Besch und Noswendel Wadern im direkten Duell um die Kreiskrone

Fußball-Verbandsliga Süd-West : Wer ist der Verbandsliga-Primus im Kreis?

SG Perl/Besch gegen FC Noswendel Wadern lautet aus Landkreis-Sicht das Spitzenspiel in der Fußball-Verbandsliga Südwest am Samstag.

„Kauft im Ort und tragt das Geld nicht fort“. Mit diesem Slogan versuchte, in grauer Uhrzeit, der Saarländische Einzelhandel die Kundschaft aufzufordern, ihr Geld in den heimischen Geschäften auszugeben. Für die Fußball-Vereine aus dem Kreis Merzig-Wadern in der Verbandsliga Südwest könnte diese leicht umgewandelte Aufforderung am Wochenende lauten, „spielt im Ort und lasst die Punkte dort“.

Alle haben Heimspiele, nur der FC Noswendel Wadern spielt am Samstag um 14.30 Uhr bei der SG Perl/Besch. In diesem Spiel geht es darum, mit einem Sieg weiter den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten. Der Perl/Bescher Trainer Sven Reinig und sein Noswendel Waderner Kollege Thorsten Schütte sind sich einig, dass es in diesem Spiel keinen Favoriten gibt. Spielertrainer Thorsten Schütte vom FC Noswendel Wadern. „Wir wollen nach drei sieglosen Spielen endlich in die Erfolgsspur zurück. Wir wissen aber auch, wie heimstark Perl/Besch ist.“

Die Heimstärke ist ein Pfund, mit dem die Mannschaft von Trainer Sven Reinig wuchern kann. Von 22 Zählern wurden 16 in Besch eingefahren. Nur dem FC Riegelsberg ist es am dritten Spieltag gelungen, mit einem 1:1 etwas Zählbares mitzunehmen. „Das Spiel gegen Noswendel Wadern wird über die Mentalität entschieden. Die Mannschaft die sich richtig reinhaut, alles gibt und entschlossener ist, wird das Spiel für sich entscheiden“, glaubt Reinig.

Am Samstag hofft Reinig, wieder alle Spieler aufbieten zu können. „Pascal Hurth war schon letzte Woche wieder dabei. Bei Mittelfeldspieler Daniel Repplinger und Abwehrspieler Kevin Schmitt muss ich noch die letzte Trainingseinheit abwarten, es sieht aber nicht schlecht aus“, sagt der Übungsleiter. Wegen einer Knieverletzung wird allerdings die nächsten drei Wochen Mittelfeldakteur Sven Schmitz vermisst. Bei Noswendel Wadern fehlt weiterhin Kapitän Philipp Josef Weber, der noch bis Jahresende ausfallen wird (die SZ berichtete). „Ihn vermisse ich ganz schmerzlich. Er fehlt uns an allen Ecken und Kanten“, sagt Schütte.

Vor einer fast unlösbaren Aufgabe steht der SV Wahlen-Niederlosheim, der am Donnerstag noch in Rehlingen spielen musste. Die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Schmitt, der wegen einer Grippe zuletzt fehlte, trifft am Sonntag, um 14.30 Uhr, auf den Topfavoriten der Liga, den FC Rastpfuhl. Der Saarlandliga-Absteiger, gespickt mit ehemaligen Oberligaspielern, hat nach holprigem Start das Feld von hinten aufgerollt und viermal in Folge gewonnen. „Personell sieht es bei uns wieder besser aus. Wenn die Tagesform stimmt und alle ihr Potenzial abrufen, können wir gegen jeden Gegner bestehen“, gibt sich Schmitt kämpferisch.

Der SV Losheim will am Sonntag den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen, wenn der SC Großrosseln im Stadion Weiherberg Station macht. „Dann dürfen wir aber nicht so sträflich mit unseren Torchancen umgehen, wie wir das am Sonntag beim 2:1-Sieg beim FC Kandil Saarbrücken getan gaben“, hofft Losheims Spielertrainer Nicola Lalla auf treffsichere Angreifer gegen die Mannschaft aus dem Warndt.

Nach der guten Vorstellung in Gersweiler, die der FC Brotdorf aber 1:2 verlor, hofft die Mannschaft von Trainer Hüsnü Acar zu Hause gegen Aufsteiger SSC Schaffhausen auf zählbares. „Wir haben auch in Gersweiler gut gespielt. Auch wenn das der Gegner etwas anders gesehen hat. Was uns in dieser Saison fehlt, ist mal so ein Aha-Erlebnis  wie in der letzten Saison das 3:3 in Bischmisheim, nach einem 0:3-Rückstand“, sagt Trainer Acar, der am Sonntag auf die Angreifer Julian Brandt und Tom Schreiner verzichten muss, aber wahrscheinlich auf den angeschlagenen Tayfun Külekci zurückgreifen kann.

Mehr von Saarbrücker Zeitung