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SG Ballweiler-Wecklingen auf Liverpools Spuren?

Fußball-Verbandsliga : Ballweiler auf Liverpools Spuren?

Die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim hatte bisher nichts mit dem Aufstiegsrennen in der Verbandsliga zu tun. Das kann sich nun schlagartig ändern.

Im Fußball darf man nie aufgeben – dies konnte man auch wieder einmal unter der Woche in der Champions League eindruchsvoll feststellen. Liverpool war nach dem 0:3 in Barcelona eigentlich bereits weg vom Fenster und zog dann trotz personeller Schwächung durch ein 4:0 doch noch ins Finale ein. Und Tottenham stand nach dem 0:1 im Hinspiel und dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand bei Ajax Amsterdam ebenfalls bereits vorm Aus, ehe ein gewisser Lucas Moura seinem ersatzgeschwächten Team mit einem Hattrick doch noch den Endspieleinzug sicherstellte.

Parallelen könnte man zum Nordost-Verbandsligisten SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim ziehen. Seit Wochen diskutieren die Experten der Liga darüber, ob die SG Marpingen-Urexweiler oder die SG Lebach-Landsweiler in das Relegationsspiel hineingeht. Und nun könnte es so kommen, dass die Elf von Trainer Peter Rubeck der lachende Dritte ist. Am Dienstag hat die SG in einer Nachholpartie in Wolfersheim das Schlusslicht SG Bostalsee mit 5:0 besiegt. Die Tore für den Tabellenvierten erzielten Cyril Mario Hamann (28., 43.), Samuel Ikas (47.) sowie Sinan Tomzik (68., 90.).

Durch diesen erneuten Dreier liegt Ballweiler in der Tabelle nur noch zwei Punkte hinter Lebach-Landsweiler und drei Zähler hinter Marpingen-Urexweiler zurück. In den beiden kommenden Spielen tritt man nun gegen diese direkten Konkurrenten an, ehe zum Abschluss noch der Tabellenzehnte VfB Theley zu Gast ist. Die Partie gegen die SG Marpingen-Urexweiler findet am Sonntag um 14.30 Uhr in Wolfersheim statt. Gewinnt die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim ihre drei restlichen Partien, wird sie defintiv in die Relegation gehen. So würde man gegen die SG Marpingen-Urexweiler den direkten Vergleich gewinnen und hätte die SG Lebach-Landsweiler sogar noch nach Punkten überholt.

„Wir waren gegen Bostalsee direkt aggressiv und haben den Gegner sofort angelaufen. Marcel Ecker hat frühzeitig einen Elfmeter verschossen. Hut ab, wie die Mannschaft trotz des zweiten Spiels in drei Tagen so viel gelaufen ist“, sagt Rubeck. Der Sieg sei auch in dieser Höhe mehr als verdient gewesen. „Ich beschäftige mich jetzt nur mit dem nächsten Spiel. Wir schauen weiterhin nur von Spiel zu Spiel“, betont der erfahrene SG-Trainer.

Die SG Bostalsee ist bereits am Samstag erneut im Bliestal und gastiert um 17.30 Uhr beim SV Bliesmengen-Bolchen. „Wir werden einige Umstellungen gegenüber zuletzt vornehmen“, kündigt Mengens Trainer Patrick Bähr an. Und Einöds Trainer Almir Delic weiß vor dem Sonntags-Heimspiel um 15 Uhr gegen die SG Thalexweiler-Aschbach um die schwere Situation im Abstiegskampf: „Ich weiß gar nicht, wen ich aufgrund der vielen Ausfälle aufstellen soll.“

Zeitgleich bestreiten der FC Palatia Limbach (gegen die SG Lebach-Landsweiler) und der FSV Jägersburg II (gegen den SV Habach) ebenfalls Heimspiele. „Wir wollen das Spiel gewinnen“, hat Limbachs Trainer Patrick Gessner keine Angst vorm Tabellendritten. Die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim würde sich jedenfalls über Schützenhilfe von Seiten der Palatia freuen.