SFV räumt nach Ticket-Chaos um Hallenmasters „bedauerlichen Fehler“ ein

Kostenpflichtiger Inhalt: Vorverkauf für das Hallenmasters : Saar-Fußballverband räumt nach Ticket-Chaos „bedauerlichen Fehler“ ein

Nach dem Ärger um den Ticketverkauf für das Hallenmasters hat der Saarländische Fußballverband (SFV) einen „bedauerlichen Fehler“ eingeräumt.

Es war eine Geste, die bei Facebook gut ankam: „Geschäftsstelle räumt bedauerlichen Fehler ein.“ Das war am Dienstag in dem sozialen Netzwerk zu lesen – als Reaktion auf das Ticket-Chaos vom Vortag. „Fehler passieren und Fehler sind menschlich“, stand dazu in den Kommentaren, ähnlich äußerten sich auch andere Nutzer.

Erstmals hatte der SFV das freie Kartenkontingent für sein Hallenmasters, das am 2. Februar in der Saarlandhalle stattfindet, nur über einen Online-Ticketshop verkauft. Dort läutete ein Countdown den Vorverkauf ein, ein Marketing-Gag. Doch schon vor dessen Ablauf um 15 Uhr schaltete der SFV wegen des großen Andrangs „punktuell“ das Bestellsystem frei, so Geschäftsführer Andreas Schwinn. Das Ergebnis: Etliche Fußballfans gingen leer aus, als sie vermeintlich pünktlich den Ticketshop anklickten.

„Es gab einen Countdown, der aufgrund der früheren Freischaltung nicht hilfreich war, sondern für Verwirrung sorgte“, hieß es am Dienstag aus der Verbandszentrale. „Die Einrichtung des Countdowns war ein Fehler der Geschäftsstelle, über den wir uns selbst wahrscheinlich am meisten ärgern.“ Gleichzeitig trat man Gerüchten entgegen, ein Teil der Karten für die acht Vereine beim Finalturnier der Hallenserie sei in den freien Verkauf gegangen.

Das Ticket-Chaos kommt für die SFV-Führung zur Unzeit, die Verbandsspitze ist seit Monaten hart umkämpft. Am 28. März wählt der größte Sportfachverband im Land ein neues Präsidium, der Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Umso bemerkenswerter erscheint es da, dass die heutige Erklärung nicht von der aktuellen Interimsführung um die Vizepräsidenten Adrian Zöhler und Bernhard Bauer stammt – sondern ausdrücklich von der „Geschäftsstelle“, die alle Verantwortung auf sich nimmt.

Tatsächlich lief der Unmut über den missglückten Vorverkauf am Montag bei den Mitarbeitern an der Hermann-Neuberger-Sportschule auf. Präsidentschaftskandidat Zöhler erfuhr von unserer Zeitung vom Ärger im Netz. Er hatte während des Vorverkaufs in einem Flugzeug nach Berlin gesessen, daher sein Mobiltelefon ausgeschaltet.