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Sensortechnik soll Skispringern und Fernseh-Zuschauern Erkenntnisse bringen

Sensortechnik soll neue Erkenntnisse liefern : Die Skispringer werden gläsern

Skispringen ist für Millionen Zuschauer vor den Fernsehschirmen etwas völlig Abstraktes. Mit 90 Stundenkilometern auf Skiern eine Anlaufspur hinunter zu rasen und sich dann nach vorne zu werfen, um 140 Meter weit in den Auslaufhang zu springen?

Das können sich die allermeisten Menschen überhaupt nicht vorstellen. Warum segelt Olympiasieger Andreas Wellinger immer wieder auf größte Weiten? Warum setzen manche Rivalen oft schon bei 110 Meter auf? Und was macht ihn eigentlich aus, den perfekten Sprung? All diese Fragen können viele Laien gar nicht oder nur unzureichend beantworten, wenn in einer Woche die Vierschanzentournee beginnt.

Eine neue Sensortechnik soll nun Abhilfe schaffen und lässt den Skispringer dabei immer gläserner werden. Die Zahlen und Werte sind dabei nicht nur für Springer und Trainer hilfreich, sondern auch als Zusatzinformation für den Zuschauer am Bildschirm gedacht. Gezeigt werden die Anfahrtsgeschwindigkeit, das Tempo nach 20 Metern und die Geschwindigkeit, mit der ein Athlet landet. „Für uns ist das eine Revolution“, sagte Norwegens Erfolgstrainer Alexander Stöckl über die nur etwa zehn Gramm schweren Döschen, die an den Bindungen der Springer befestigt werden – und in dieser Saison freiwillig sind.

Rennleiter Walter Hofer vom Weltverband Fis geht sogar noch weiter. „Wir können so das Geheimnis eines guten oder schlechten Sprunges lüften“, sagte er. Mit den Sensoren und mehreren Spezialkameras erhalten die Teams Informationen über die Anlauf- und Absprungperformance, den Flug und die Landung. Daraus sollen nun konkrete Werte erwachsen, an denen die Adler sinnvoll arbeiten können.