Selbst Alonso hat den Titelgewinn schon abgehakt

Selbst Alonso hat den Titelgewinn schon abgehakt

Singapur. Fernando Alonso radelt im roten Ferrari-Shirt um den Stadtkurs von Singapur. Viel mehr als Schaulaufen bleibt dem Verfolger von Sebastian Vettel in dieser Formel-1-Saison nicht mehr übrig. In den bisherigen 13 Saisonrennen bremsten sich Vettels Rivalen im Kampf gegen den Titelverteidiger zumeist selbst aus

Singapur. Fernando Alonso radelt im roten Ferrari-Shirt um den Stadtkurs von Singapur. Viel mehr als Schaulaufen bleibt dem Verfolger von Sebastian Vettel in dieser Formel-1-Saison nicht mehr übrig. In den bisherigen 13 Saisonrennen bremsten sich Vettels Rivalen im Kampf gegen den Titelverteidiger zumeist selbst aus. Gegenseitig nahmen sich Alonso, Jenson Button sowie Lewis Hamilton und Mark Webber wichtige Punkte weg. Nun können sie Vettels zweite WM-Party wohl nicht mehr verhindern, höchstens noch aufschieben.Am ehesten kann dies Alonso gelingen. Als aktueller WM-Zweiter muss er am Sonntag (14 Uhr unserer Zeit, RTL) in Singapur zumindest aufs Podium fahren, um die Titelentscheidung zu vertagen. Zum Aufwärmen nahm der Spanier zusammen mit dem Präsidenten eines Großsponsors die 5,073 Kilometer Strecke auf dem Zweirad in Augenschein - im gemütlichen Plaudertempo.

Am Sonntag will Alonso auf vier Rädern durchstarten. "In den drei bisherigen Auflagen habe ich es immer bis aufs Podium geschafft", sagte er: "Und mein Ziel ist es, vier aus vier zu schaffen." Nach dem Sieg bei der Premiere 2008 - allerdings begünstigt durch den fingierten Unfall seines damaligen Renault-Teamkollegen Nelson Piquet Junior - landete Alonso 2009 auf Platz drei. Im vergangenen Jahr gewann er wieder. Und selbst wenn ihm das auch am Sonntag gelingen sollte, mehr hat Alonso nicht mehr im Blick: "Wir wissen, dass wir die Tour nicht mehr gewinnen können, aber noch einzelne Etappen." Auf die Nachfrage, ob er aufgehört habe, an seine Titelchancen zu glauben, sagte Alonso knapp: "Ja."

Und das wiederum gilt auch für die anderen Verfolger. Vor dem 14. WM-Lauf hat Vettel 112 Punkte Vorsprung auf Alonso, 117 auf Button und Webber sowie 126 auf Hamilton. Auch wenn Vettel sich in Singapur noch nicht zum jüngsten Doppel-Weltmeister krönen sollte - die Liste der Verfolger könnte kleiner werden. Zumindest Hamilton muss in jedem Fall vor Vettel ankommen, um nicht schon die letzte rechnerische Titelchance einzubüßen. dpa