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Seitenwechsler im Fokus

Dortmund. Im Duell Borussia Dortmund gegen Bayern München stehen zwei Weltmeister im Fokus: Mario Götze und Mats Hummels. Sie haben die Clubs getauscht. Beide stehen vor einer brisanten Rückkehr ins Borussen-Stadion. Manuel Schwarz,Heinz Büse (dpa)

Mit Pfiffen müssen beide rechnen. Schließlich ist die Rückkehr von Mario Götze und Mats Hummels nach Dortmund sehr emotional. Für die Weltmeister geht es im Supercup-Duell der Borussia gegen Bayern München am Sonntag um 20.30 Uhr gegen die jeweiligen Ex-Clubs. Drei Jahre nach seinem Weggang nach München könnte Götze wieder in Schwarz-Gelb vor der Südtribüne auflaufen. Hummels kommt nach achteinhalb Jahren beim BVB erstmals als Gegner ins Dortmunder Stadion.



"Fußball ist eine sehr emotionale Angelegenheit", sagt Hummels, der als BVB-Kapitän zu seinem Heimatclub nach München zurückkehrte. Der 27-Jährige zeigt Verständnis für zu erwartende Unmutsbekundungen der BVB-Fans: "Es wird sicher Leute geben, die mich nicht so gut empfangen werden." Der Abwehrspieler will sich davon nicht beeinflussen lassen, auch wenn es "ein komisches Gefühl für mich sein wird". Er war als BVB-Profi dabei, als im November 2013 Götze erstmals als Bayern-Spieler nach Dortmund kam - und einen Spießrutenlauf erlebte. Um die Lage zu beruhigen, musste sich der Offensivmann im Spielertunnel aufwärmen.

Hummels wird wohl kein derart überbordender Hass treffen. "Ich würde mir wünschen, dass das nicht passiert", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke . Und Götze? Er ist wieder ein Borusse. Unbeschwert geht aber auch er nicht ins Spiel. Es gibt noch Fans, die ihm den Wechsel 2013 nach München verübeln. Die Nachricht über seine Rückkehr sorgte für kontroverse Diskussionen. "Natürlich macht man sich Gedanken. Ich weiß nicht, wie es sein wird", sagt Götze zu möglichen Pfiffen der BVB-Fans, "aber ich hoffe, dass alles positiv abläuft". Falls der 24-Jährige spielt. Trainer Thomas Tuchel deutete an, die spät ins Training eingestiegenen Profis - also auch Götze - womöglich schonen zu wollen. Vielleicht tut ein langsames, behutsames Wieder-Kennenlernen dem Weltmeister ja ganz gut.

Zum Thema:

am Rande Robert Lewandowski traut seinem Ex-Verein Borussia Dortmund kommende Saison einiges zu. "Ich weiß, dass die Mannschaft um den ersten Platz in der Bundesliga kämpfen und im Pokalfinale spielen kann", sagt Bayern Münchens Stürmer. Er freut sich auf einen starken Rivalen: "Für uns ist es immer besser, wenn wir Druck vom BVB oder auch von anderen Mannschaften haben. Aber auch für die Fans wird es eine interessante Saison." sid