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Schweißtreibender Sommer für Fußballer

Schweißtreibender Sommer für Fußballer

Düsseldorf. Dauerläufe, Zirkeltraining, Treppensteigen - für die meisten Fußball-Profis hat die unangenehmste Zeit des Jahres begonnen. In der Vorbereitung ziehen die Fußball-Lehrer aus der Bundesliga die Zügel an. Der schweißtreibende Sommerfahrplan sieht für zwölf Clubs ein Trainingslager in Österreich vor, vier Vereine verbessern im eigenen Land die Form

Düsseldorf. Dauerläufe, Zirkeltraining, Treppensteigen - für die meisten Fußball-Profis hat die unangenehmste Zeit des Jahres begonnen. In der Vorbereitung ziehen die Fußball-Lehrer aus der Bundesliga die Zügel an. Der schweißtreibende Sommerfahrplan sieht für zwölf Clubs ein Trainingslager in Österreich vor, vier Vereine verbessern im eigenen Land die Form. Vor allem Schalke-Coach Felix Magath wurde seinem Ruf als "Quälix" bereits in den ersten Tagen gerecht. "Mehr arbeiten, weniger reden" - längst haben die Spieler auf schmerzhafte Art und Weise begriffen, wie die Leitlinie zu verstehen ist.

Schon am zweiten Trainingstag beorderte Wolfsburgs Meistermacher auf den 111-stufigen "Mount Magath" im ehemaligen Parkstadion. "Mir war bewusst, dass wir nicht mit Fußball-Tennis anfangen", scherzte Nationalspieler Heiko Westermann mit einem Anflug von Galgenhumor. In drei täglichen Einheiten purzeln die Pfunde. Das ist vor allem Gerald Asamoah anzusehen, der bereits fünf Kilo abgenommen haben soll. Nach dem morgendlichen Waldlauf durch die nahe gelegenen Boomberge kommentierte Magath lächelnd: "Eine schöne Strecke. Wald, Sand und Berge. Was wollen wir mehr."

Immerhin acht Kollegen von Magath buchten wie der Schalker gleich zwei Trainingslager. "Wir werden bis an die Grenzen der Belastbarkeit trainieren", kündigte Bundesliga-Rückkehrer Michael Skibbe an, der die Spieler von Eintracht Frankfurt zunächst in Zell am Ziller und eine Woche später in Tröpolach (beides Österreich) auf die Saison einstimmt. Das harte Programm soll vor allem dem zuletzt wegen mäßiger Fitness kritisierten Caio zugutekommen. "Er ist gefordert, sich körperlich in einen optimalen Zustand zu bringen", sagte Skibbe.

Die Alpenrepublik steht in der Gunst der Fußball-Lehrer in diesem Jahr ganz oben. Nur der VfL Bochum und 1. FC Nürnberg setzen in der Vorbereitung auf die Schweizer Bergluft. Die Profis von Rekordmeister Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04 bleiben in Deutschland. Als letztes Team steigt der Hamburger SV Ende der Woche ins Training ein - zum Missfallen von Bruno Labbadia. Liebend gern hätte der neue Trainer seine Profis eher aus dem Urlaub geholt, wollte sich aber in neuer Umgebung nicht unbeliebt machen. Stattdessen verlängerte er kurzerhand das nur für eine Woche anberaumte Trainingslager in Österreich auf zehn Tage. dpa