Schwarzer Freitag für deutsche Tennisprofis

Schwarzer Freitag für deutsche Tennisprofis

Melbourne. Die Topstars wankten, und eine Sensation durch Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer lag in der Luft. Doch am Ende mussten die beiden deutschen Tennis-Profis bei den Australian Open den glücklichen Grand-Slam-Siegern den Vortritt lassen. Wie im vorigen Jahr verlor der Bayreuther Mayer gegen US-Open-Gewinner Juan Martin del Potro

Melbourne. Die Topstars wankten, und eine Sensation durch Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer lag in der Luft. Doch am Ende mussten die beiden deutschen Tennis-Profis bei den Australian Open den glücklichen Grand-Slam-Siegern den Vortritt lassen. Wie im vorigen Jahr verlor der Bayreuther Mayer gegen US-Open-Gewinner Juan Martin del Potro. Der Argentinier konnte nach dem 6:3, 0:6, 6:4, 7:5 am Freitag in Melbourne froh sein, nicht mehr als ein blaues Auge kassiert zu haben. Auch Titelverteidiger Rafael Nadal hatte am Freitag im heißen Melbourne gegen den Augsburger Kohlschreiber seine liebe Not. Der Spanier konnte sich in den entscheidenden Momenten aber wirkungsvoll durchsetzten und in der spannenden Drittrundenpartie einen 6:4, 6:2, 2:6, 7:5-Erfolg retten. Qualifikantin Angelique Kerber aus Kiel hatte Swetlana Kusnezowa schon am Rand der Niederlage, ehe die zweimalige Major-Siegerin aus Russland sich steigerte und zu einem schmeichelhaften 3:6, 7:5, 6:4-Zittersieg kam. Eine Riesenüberraschung gab es aber doch. Kim Clijsters aus Belgien ging gegen die Russin Nadia Petrova in der dritten Runde unter und schied mit einer 0:6, 1:6-Packung aus. "Ich war komplett von der Rolle", sagte die ratlose 26-Jährige. Ihre Landsfrau Justine Henin bezwang die Russin Alisa Kleybanowa 3:6, 6:4, 6:2 und zog ins Achtelfinale ein.Mit viel Lob und Anerkennung verabschiedeten sich Mayer und Kohlschreiber nach den prima Auftritten auf dem Center Court mit 47 600 Dollar Preisgeld und der Gewissheit, nicht weit entfernt zu sein von den besten der Branche. "Es waren viele gute Ansätze da. Aber am Ende hat er seine Klasse gezeigt und gar keine Fehler mehr gemacht", sagte Kohlschreiber. "Ich bin noch völlig durcheinander", sagte Mayer nach seiner prächtigen Vorstellung, der nur der krönende Abschluss gefehlt hatte.Der letzte Mohikaner des elfköpfigen deutschen Herren-Aufgebots ist der dreimalige Melbourne-Halbfinalist Thomas Haas, der an diesem Samstag (9 Uhr live/Eurosport) gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga um den Einzug ins Achtelfinale kämpft.

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