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Schumacher gibt schon wieder ordentlich Gas

Schumacher gibt schon wieder ordentlich Gas

Valencia. Michael Schumacher grinste vergnügt in die Kameras, machte "Daumen hoch" und genoss allein schon die Vorstellung des neuen Silberpfeils. Bis zu seinen ersten Runden am Steuer eines aktuellen Formel-1-Wagens seit dem 16. April 2008 (Ferrari-Testfahrt) musste sich Rekordweltmeister allerdings gedulden. Erst um 15

Valencia. Michael Schumacher grinste vergnügt in die Kameras, machte "Daumen hoch" und genoss allein schon die Vorstellung des neuen Silberpfeils. Bis zu seinen ersten Runden am Steuer eines aktuellen Formel-1-Wagens seit dem 16. April 2008 (Ferrari-Testfahrt) musste sich Rekordweltmeister allerdings gedulden. Erst um 15.29 Uhr steuerte Schumacher den MGP W01 gestern in Valencia auf die vier Kilometer lange Strecke. Beobachtet von etwa 200 Medienvertretern und schätzungsweise 2000 Fans - Vorboten des Schumacher-Hypes 2010. "Schumi, gibt Gummi. Willkommen zurück", hieß es auf einem Plakat. Das tat er - und wie. Mit jeder Runde wurde der siebenmalige Weltmeister schneller. Nach drei Umläufen betrug sein Rückstand auf die Bestzeit von Teamkollege Nico Rosberg weniger als zweieinhalb Sekunden, eine weitere machte er in der nächsten Runde gut. Nach 18 seiner insgesamt 40 Runden hatte er 45/100 Sekunden Vorsprung auf den Wiesbadener. Am Ende des ersten Testtags belegte Schumacher den dritten Rang. "Das war ein super Tag", meinte Schumacher, der bekräftigte, keinerlei Probleme mit dem Nacken verspürt zu haben. "Es ist schon ein bisschen schwierig", gestand Schumachers Team-Kollege Rosberg in einer kleineren Medienrunde, während die Vielzahl der Journalisten vor dem Mercedes-Zelt auf dessen Teamkollegen warteten. 100 Kameras seien auf Schumacher, eine auf ihn gerichtet. "Ich muss lernen, dass das so ist", meinte der 24-Jährige, der um kurz vor 9 Uhr an Schumachers Seite den neuen Boliden vorgestellt hatte. Schumacher hatte sich schon vor dem Testauftakt auf dem Circuit Ricardo Tormo darauf gefreut, sich "austoben" zu können. Nachdem sich im vergangenen Jahr bei seinen Runden in einem alten Ferrari Probleme durch seine Schädelbasisverletzung nach einem Motorradunfall im Februar 2009 eingestellt hatten, war in Valencia auch Chefarzt Dr. Johannes Peil von der Sportklinik in Bad Nauheim mit vor Ort. Der 41-Jährige, der sein bis dato letztes Rennen am 22. Oktober 2006 bestritt, wird heute aussetzen, morgen soll der Kerpener die weiteren Proberunden mit dem 4,80 Meter langen und 1,80 Meter breiten neuen Boliden drehen. Sein neuer Dienstwagen besticht durch die höckerförmige und geschwungene Nase, ähnlich wie beim erfolgreichen Red Bull der vergangenen Saison. Auf die auffällige Flosse, wie bei den Autos von McLaren, Renault und auch Sauber, verzichtete Mercedes indes - übrigens ebenso wie die Kollegen von Ferrari. Im Auto der Italiener erwies sich Felipe Massa, im Juli 2009 in Ungarn schwer verunglückt, als der Tagesschnellste, vier Zehntel vor Schumacher. Neben Mercedes Grand Prix und Ferrari nutzen McLaren-Mercedes, Renault, Williams, Sauber und Toro Rosso die ersten offiziellen Testtage vor der Saison 2010: WM-Auftakt ist am 14. März in Bahrain. dpa