Basketball: Schröder gewinnt deutsches Duell

Basketball : Schröder gewinnt deutsches Duell

Auch diesmal war für Dirk Nowitzki im Duell der Generationen nichts zu holen. Enttäuscht stapfte der Superstar der Dallas Mavericks Richtung Kabine, als Dennis Schröder noch auf dem Feld dabei war, mit seinen Atlanta Hawks den nächsten Sieg über den Würzburger zu feiern. Nowitzki erlebte beim Start in seiner 20. NBA-Saison ein unangenehmes Déjà-vu.

„Es war eine harte Niederlage. Wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu Hause zu gewinnen“, sagte der 39-Jährige nach dem 111:117 in der Nacht auf Donnerstag. Dallas erlitt in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga schon die achte Niederlage in Serie gegen Atlanta.

Nowitzki saß draußen, als das Spiel in die entscheidende Phase ging. „Ich war im vierten Viertel wirklich platt“, sagte er, „ich habe seit April nicht mehr mit dieser Intensität gespielt.“ Und so sah der Kapitän von der Bank aus, wie Schröder in knallgelben Schuhen über das Parkett flitzte und sein Team zum knappen Erfolg führte. Am Ende stand der Point Guard bei 28 Punkten und sieben Assists.

„Er geht bald in den Ruhestand – und gegen ihn zu spielen, sich mit ihm zu messen, ist immer ein gutes Gefühl“, sagte Schröder. 34 Minuten stand Spielmacher Schröder (24), der nach den Schlagzeilen wegen einer körperlichen Auseinandersetzung in Atlanta sportlich überzeugte, auf dem Feld. Der Braunschweiger, dem eine Strafe des Clubs bevorsteht, traf jeden zweiten Wurf.

Nowitzki stand wie geplant nicht auf seiner gewohnten Position als Power Forward, sondern als Center in der Startformation. In 24 Minuten kam er auf zehn Punkte sowie sechs Rebounds. Nowitzki lobte seinen 15 Jahre jüngeren Landsmann und übte gleichzeitig Kritik am eigenen Team. „Schröder hatte einen großartigen Zug zum Korb, aber es müsste eigentlich jemand da sein, der ihn aufhält. Da haben wir zu viele Fehler gemacht und dafür bezahlt.“

Dallas’ Maximilian Kleber wurde nicht eingesetzt, der Neuzugang von Bayern München muss auf sein NBA-Debüt noch etwas warten. Nach dem Spielende beglückwünschte der 25-Jährige, wie Nowitzki aus Würzburg, Schröder zum Erfolg.

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