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Schritt für Schritt zum Aufstieg

Schritt für Schritt zum Aufstieg

Saarbrücken. Ernst Schürmann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Großrosseln, sträubt sich, das Wort "Meister" in den Mund zu nehmen. Denn er weiß, wie schnell selbst der größte Vorsprung dahin sein kann: "Drei Tage vor Saisonende kann ich die Frage beantworten. Jetzt müssen wir erst einen Schritt nach dem anderen gehen

Saarbrücken. Ernst Schürmann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Großrosseln, sträubt sich, das Wort "Meister" in den Mund zu nehmen. Denn er weiß, wie schnell selbst der größte Vorsprung dahin sein kann: "Drei Tage vor Saisonende kann ich die Frage beantworten. Jetzt müssen wir erst einen Schritt nach dem anderen gehen." Aus den sieben Punkten Vorsprung auf Platz zwei, die der SC im Winter hatte, sind nur noch vier geworden. Zwar ist das Ziel von Schürmann, der Aufstieg, dem SC wohl kaum noch zu nehmen - mit zwei Siegen ist die direkte Landesliga-Qualifikation sicher - aber er stapelt vorerst noch tief: "In erster Linie ist der Aufstieg für den Verein richtungsweisend. Dann kommen die nächsten Schritte." Schürmann mag dieses Bild mit den "Schritten", die seine Mannschaft tun muss. Denn das Team ist jung und weiterhin durch die Ausfälle von Michael Eiloff und Christian Kiehn geschwächt. Doch auch diese Lücke versucht der Verein mit Spielern aus der eigenen A-Jugend zu kompensieren - bisher mit Erfolg. Zwar hatte es einige Spiele gedauert, ehe sie sich an das Tempo der höheren Klasse gewöhnt hatten, aber sie sind Schritt für Schritt an ihren Aufgaben gewachsen. "Der Prozess braucht natürlich Zeit, zumal einige der A-Jugendlichen noch eine Doppelbelastung haben." Doch diesen Prozess kann Schürmann nur noch bis zum Saisonende begleiten, dann läuft sein Vertrag aus. Auch wenn sich seine Befürchtung, "viele Spieler könnten das als Alibi nehmen", nicht bestätigt hat, ist es für die Beteiligten keine einfache Situation. Aber laut Michael Eiloff steht "die Mannschaft voll hinter dem Trainer". Der mit 29 Toren bisher erfolgreichste Torschütze des Vereins wird zwar noch mindestens zwei Wochen ausfallen, ist aber trotzdem nah dran an der Mannschaft: "Sie ziehen alle gut mit. Ich denke, das hat sich der Trainer zum Abschied auch verdient." jbö