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Stadiondiskussion in Saarbrücken
Schnelle Rückkehr des FCS in Ludwigspark geplatzt

Im Ludwigsparkstadion kann nicht vor Anfang 2020 wieder gespielt werden.
Im Ludwigsparkstadion kann nicht vor Anfang 2020 wieder gespielt werden. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Eine schnelle Rückkehr des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken ins Saarbrücker Ludwigsparkstadion ist vom Tisch. Patric Cordier

Der 1. FC Saarbrücken wird frühestens Anfang 2020, also in der Rückrunde der Saison 2019/2020, seine Heimspiele wieder im Park austragen. Das hat die Stadt Saarbrücken der SZ bestätigt. Der vom Verein in einem Zehn-Punkte-Plan aufgeführte Wunsch des „Spielens in der Baustelle“ kann laut den neuesten Planungen der Stadt nicht erfüllt werden.



„Die Firma Wenzel + Wenzel, die wir mit der Bauleitung beauftragt haben, hatte die Aufgabe zu prüfen, wie das Stadion möglichst zeitnah und unter Einhaltung des Finanzrahmens fertiggestellt werden kann“, erläutert Saarbrückens Baudezernent Heiko Lukas: „Im Rahmen dieser Planung hat man festgestellt, dass die Osttribüne erst Ende 2019 fertiggestellt werden kann. Ohne sie ist überhaupt kein Spielbetrieb möglich.“

Im Frühjahr 2018 soll die Grundsteinlegung erfolgen. Danach werde laut Stadt an allen vier Tribünen fast zeitgleich gearbeitet, vor allem weil die benötigten Großgeräte wie Kräne und Bagger dann effizient eingesetzt werden könnten. Für den Spielbetrieb notwendige Einrichtungen wie Kabinen könnten in der Bauphase ebenso wenig vorgehalten werden wie erforderliche Rettungs- und Fluchtwege.



Da das Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion im Falle des Aufstiegs nicht die Auflagen für die 3. Liga erfüllt, muss sich der FCS nun zeitnah nach einer neuen Spielstätte umschauen. „Es ist gut, jetzt Klarheit zu haben“, sagte FCS-Präsident Hartmut Ostermann. Einziger Lichtblick: Der nun anvisierte Termin (Frühjahr 2020) liegt gut ein halbes Jahr vor dem bisherigen Fertigstellungsdatum.