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Fußball-Bundesliga
Schmidt wirft bei den Wölfen hin

Trainer Martin Schmidt konnte dem VfL Wolfsburg keine Impulse mehr geben.
Trainer Martin Schmidt konnte dem VfL Wolfsburg keine Impulse mehr geben. FOTO: Peter Steffen / dpa
Wolfsburg. Trainer des abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten nach nur fünf Monaten zurückgetreten.

Martin Schmidt ist nicht mehr Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Der 50-Jährige ist nach nur fünf Monaten von seinem Amt zurückgetreten, wie der Tabellen-14. am Montagabend mitteilte. Der VfL schwebt nach 23 Spieltagen mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang in Abstiegsgefahr.


„Martin Schmidt will mit seinem Rücktritt den Weg freimachen, damit der VfL mit einem neuen Cheftrainer schnellstmöglich den Klassenverbleib sichern kann“, sagte Manager Olaf Rebbe. „Wir hätten dieses Ziel nur allzu gerne mit ihm selbst erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht.“

Schmidt war nach vier Spieltagen als Nachfolger des Niederländers Andries Jonker geholt worden, der den VfL mit viel Glück durch die Relegation gelotst hatte. Der ehemalige Trainer des FSV Mainz 05 Schmidt sorgte mit insgesamt elf Unentschieden für Aufsehen. Doch spielerisch brachte er den nach wie vor teuren Kader kaum nach vorne. Insgesamt hatte Schmidt mit den Niedersachsen in seiner fünfmonatigen Amtszeit nur fünf Pflichtspielsiege geschafft. Auch nach schwachen Auftritten stellte sich Schmidt vor seine Mannschaft und wich erst nach der Niederlage vor gut einer Woche in Bremen von dieser Linie ab. Da war es aber bereits zu spät.

Nach dem Klassenverbleib in der Relegation sollte in Wolfsburg in dieser Saison alles besser werden. Rebbe durfte neue Spieler verpflichten. Doch das Ziel, eine ruhige Runde zu spielen, eine neue Mannschaft aufzubauen und die Rückkehr in einen internationalen Wettbewerb vorzubereiten, ist schon jetzt verfehlt. Vor allem die spielerischen Auftritte des 148 Millionen Euro schweren Kaders blieben oftmals blass. Daran änderten auch die Wintertransfers von Offensivspieler Admir Mehmedi (für acht Millionen Ablöse von Bayer Leverkusen) und Mittelfeldmann Renato Steffen (für 1,75 Millionen Euro vom FC Basel) nichts.