Schmidt schlägt wieder zu

Schmidt schlägt wieder zu

Im Verfolgerduell der Regionalliga Südwest gegen den TSV Steinbach zeigte der 1. FC Saarbrücken gestern eine ganz schwache Leistung. Zum 2:1-Sieg reichte es trotzdem – dank Topstürmer Patrick Schmidt.

"Jede Serie endet einmal", sagte Matthias Mink, Trainer des Fußball-Regionalligisten TSV Steinbach, nach der 1:2 (1:1)-Niederlage gestern beim 1. FC Saarbrücken - für die Gäste war es die erste nach elf Partien. Für seinen FCS-Kollegen Dirk Lottner war es der erste Sieg nach drei Spielen ohne Erfolgserlebnis. "Es war ein enorm wichtiger Dreier in unserer Situation", sagte Lottner: "Manch einer hat sich ja schon an die letzte Saison erinnert." Doch Lottner räumte ein, was 3100 Zuschauer im Hermann-Neuberger-Stadion gesehen hatten: "Es war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison, trotzdem nehmen wir die drei Punkte gerne mit."

Steinbach war von Beginn an das bessere Team. Schnell, hart im Zweikampf und auf dem nicht regionalliga-tauglichen Untergrund auch spielerisch überlegen. Umso überraschender das 1:0 nach elf Minuten. Der Pass von Marco Holz war eigentlich nicht zu erreichen. Kevin Behrens tat es trotzdem, spielte zu Marwin Studtrucker. Dessen Hereingabe drückte Steinbachs Innenverteidiger Nico Herzig ins eigene Tor.

Beim FCS waren Abwehrchef Peter Chrappan und Alexandre Mendy in die Startformation zurückgekehrt, Mario Müller und Alexander Hahn mussten dafür auf die Bank. Der FCS blieb ohne wirklichen Zugriff auf die Partie. Torwart David Salfeld bewahrte die Gastgeber mit einer starken Reaktion gegen Sascha Marquet vor dem Ausgleich (30. Minute), der dann mit dem Pausenpfiff doch noch fiel. Nach der achten Ecke der Gäste klebte Salfeld auf der Linie, am zweiten Pfosten hatte der Ex-Elversberger Patrick Dulleck keine Probleme, das 1:1 zu markieren.

In der Pause wurde es laut in der FCS-Kabine. "Das musste sein", sagte Lottner: "Wir haben danach immer noch nicht gut gespielt, aber wir haben alles reingeworfen." Den entscheidenden Treffer besorgte Patrick Schmidt in der 68. Minute. Nach einem Freistoß von Studtrucker sprang Chrappan am höchsten, kam aber nicht an den Ball. Schmidt reagierte schnell und sorgte mit Saisontor Nummer 14 für drei eher schmeichelhafte Zähler.

"Wir wussten, dass wir auf einen sehr robusten Gegner treffen", sagte FCS-Spieler Dominic Rau, der nach seinem unglücklichen Auftritt in Homburg (3:3) eine solide Leistung abrief: "Natürlich muss so ein Spiel aus dem Kopf, aber das ist schwerer als gesagt. Wir haben zumindest gekämpft."

Auch der "Kampf" um die Plätze im Aufsichtsrat des FCS geht in die nächste Runde. Am Montag endete die Bewerbungsfrist für die Mitgliederversammlung am 12. Dezember. "Wir haben rund 20 Bewerbungen", sagte Werner Cartarius, Vorsitzender des Ehrenrates. Das Gremium prüft nun, ob die Kandidaten geeignet sind. Ende November soll die Liste dann veröffentlicht werden.

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