Schlechte Entscheidungen am Ende

Schlechte Entscheidungen am Ende

Saarlouis. Eine Minute vor Spielende. Der Raum unter dem Korb ist dicht. Seat Györ provoziert den Drei-Punkte-Wurf der Saarlouis Royals, die über die weite Distanz bislang nicht geglänzt haben. Statt den Weg zum Korb zu suchen, lässt sich zuerst Tyresa Smith und im zweiten Versuch auch Anja Stupar auf den Dreier ein. Beide vergeben

Saarlouis. Eine Minute vor Spielende. Der Raum unter dem Korb ist dicht. Seat Györ provoziert den Drei-Punkte-Wurf der Saarlouis Royals, die über die weite Distanz bislang nicht geglänzt haben. Statt den Weg zum Korb zu suchen, lässt sich zuerst Tyresa Smith und im zweiten Versuch auch Anja Stupar auf den Dreier ein. Beide vergeben. Und im Gegenzug besiegelt Gästespielerin Essence Carson die 77:79 (34:44)-Niederlage der Royals am Mittwochabend im Europapokal.

"Unsere Unerfahrenheit war entscheidend", meint Trainer René Spandauw nach der Schlappe gegen die Ungarn, "am Ende haben wir schlechte Entscheidungen bei den Würfen getroffen, aber wir sind jung und können daran arbeiten". Dass der Tabellenführer der Basketball-Bundesliga am Ende überhaupt noch eine Chance zum Sieg hat, war nicht abzusehen. Eingeschüchtert von der Physis der Gäste blamieren sich die Royals bis in das zweite Viertel hinein. Erst beim Stand von 17:40 (15. Minute) führen Isabelle Comteße und Stina Barnert ihr Team zurück ins Spiel. Nach einer Aufholjagd bringt Petra Manakova die Royals zwei Minuten vor Schluss erstmals in Führung (76:75), doch Essence Carson rettet den Auswärtssieg vor 700 Zuschauern.

"Györ hatte am Ende ein bisschen mehr Glück", ärgert sich Royals-Spielerin Anja Stupar, "jetzt erwartet uns am Sonntag erst mal ein hartes Spiel in der Bundesliga". Dort empfangen die Royals um 15 Uhr den Vizemeister und Dauerrivalen TSV Wasserburg. Trotz des mäßigen Saisonstarts der Wasserburger mit schon zwei Niederlagen sieht Royals-Trainer Spandauw sein Team in der Außenseiterrolle. Grund: Vor zwei Wochen hat sich Wasserburg mit den beiden US-Amerikanerinnen Tiffany Porter-Talbert und Sequoia Holmes verstärkt. "Und Diana Pop wurde als Deutsche eingebürgert", sagt Spandauw. Nach einer neuen Regelung müssen in dieser Saison zu jeder Spielsekunde mindestens zwei Deutsche auf dem Parkett sein. "Jetzt ist die Tiefe und die Qualität ihres Kaders extrem hoch", findet Spandauw. cjo

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