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Schalke 04: Naldo kommt, Heldt weint, Breitenreiter teilt aus

Schalke 04: Naldo kommt, Heldt weint, Breitenreiter teilt aus

Christian Heidel ist noch nicht umgezogen, bestimmt aber schon die Geschicke von Fußball-Bundesligist Schalke 04 - nicht erst seit dem offiziellen Dienstantritt am Pfingstsonntag. Vergangene Woche forcierte er die Trennung von André Breitenreiter. Kaum jemand zweifelt daran, dass der vom FSV Mainz 05 kommende Manager morgen bei seiner offiziellen Vorstellung bei Schalke 04 Markus Weinzierl als Trainer präsentieren wird. Zudem hat er Naldo verpflichtet. Der Verteidiger aus Wolfsburg war ablösefrei zu haben, weil der VfL die Europacup-Teilnahme verpasst hat. Er erhielt einen bis 2018 geltenden Vertrag.

"Ich haue mir die Hucke voll"

Als Naldos Verpflichtung bekannt wurde, hatte Heidels Vorgänger Horst Heldt noch mit seinen Gefühlen zu kämpfen. "Ich fahre jetzt nach Hause und haue mir die Hucke voll", waren seine letzten Worte als Sportvorstand. Sein Abschied, die Trennung von Breitenreiter, das glückliche Ende einer mäßigen Saison: der letzte Akt vor Beginn der Heidel-Ära.

Nach dem 4:1 (2:1)-Sieg im letzten Spiel am Samstag bei 1899 Hoffenheim und der Europa-League-Qualifikation umarmten sich Heldt und Breitenreiter lange im Mittelkreis, ehe die Fans sie zur Zweier-La-Ola in die Kurve riefen. Als aus Tausenden Kehlen "Ein Leben lang" ertönte, weinte Heldt nach sechs Jahren als Schalker bitterlich. Breitenreiter, der zu Saisonbeginn gekommen war, rechnete dagegen später mit Kritikern ab: "Ich kann erhobenen Hauptes hier rausgehen. Wir haben die direkte Qualifikation für die Europa League geschafft. Und das trotz einer gezielten Hetzkampagne einzelner Medien gegen meine Person."