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SC Friedrichsthal befasst sich schon mit der Oberliga

SC Friedrichsthal befasst sich schon mit der Oberliga

Friedrichsthal. Vor der Saison gehörte der SC Friedrichsthal zu den Geheimfavoriten in der Fußball-Verbandsliga Saar. Dann wechselte Trainer Dieter Ferner zum Oberligisten 1. FC Saarbrücken, und der Ex-Köllerbacher Norbert Groß musste eine Mannschaft übernehmen, die in großen Teilen vom Vorgänger zusammengestellt wurde

Friedrichsthal. Vor der Saison gehörte der SC Friedrichsthal zu den Geheimfavoriten in der Fußball-Verbandsliga Saar. Dann wechselte Trainer Dieter Ferner zum Oberligisten 1. FC Saarbrücken, und der Ex-Köllerbacher Norbert Groß musste eine Mannschaft übernehmen, die in großen Teilen vom Vorgänger zusammengestellt wurde. "Es war für die Mannschaft ein Schock", erklärt Friedrichsthals Kapitän Björn Klos, "aber Norbert ist genau der richtige Mann für uns. Er führt Dieters Arbeit weiter, aber auf seine Art. Unheimlich positiv, offen für alle Spieler. Er lebt die richtige Einstellung vor und gibt sich nie zu früh zufrieden."

Mittlerweile hat sich der SC auf Rang zwei der Tabelle vorgearbeitet. Am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr kommt Tabellenführer Jägersburg ins Stadion am Franzschacht. Bei einem Sieg wäre Friedrichsthal nur einen Punkt vom Platz an der Sonne entfernt. "Jägersburg ist eine eingespielte und spielstarke Truppe", sagt Kapitän Klos vor der Bewährungsprobe für sein Team: "Wenn der FSV ins Spiel kommt, werden wir Probleme bekommen." Doch der Fußball-Abteilungsleiter Roman Kühn ist ebenso zuversichtlich wie das Umfeld des Vereins: "Wir gewinnen 2:1." Für den Verein wäre der Sieg ein weiterer Schritt Richtung Oberliga Südwest.

Für Abteilungsleiter Kühn ist der Aufstieg ohnehin kein abwegiger Gedanke: "Es könnte passieren. Wir haben uns aber durchaus schon Gedanken gemacht." Der SC leistet sich schon jetzt Spieler mit Oberliga-Format. Ewald Bucher, Sören Holz, Pierre Reguette, Alexej Gaponenko oder die Brüder Christoph und Christian Hub spielen nicht nur wegen der ausgezeichneten Rahmenbedingungen am Franzschacht. Neben zwei Rasenplätzen verfügt der Verein über einen Hauptsponsor. "Ohne den geht es schon jetzt nicht", erklärt Kühn: "Aber wir arbeiten daran, unsere Finanzen auf eine breitere Basis zu stellen. Das ist aber bei der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Situation nicht so einfach."

Angst, dass Friedrichsthal das gleiche Schicksal erleidet wie der FC Kutzhof, der nach dem Absprung des Geldgebers mit Schulden in Höhe von 150000 Euro in ein Insolvenzverfahren ging, hat er nicht: "Unser Sponsor ist seit mehr als 60 Jahren Grün-Weißer, der Verein ist sein Hobby. Trotzdem: Wir werden nur in die Oberliga aufsteigen, wenn es für den Verein kein finanzielles Abenteuer wird." Friedrichsthal ist ein gebranntes Kind, musste in der Vergangenheit schon einmal einen Schuldenberg abtragen.