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Sauna statt Torschuss-Übungen

Sauna statt Torschuss-Übungen

Saarbrücken. Wer am Dienstag am Kieselhumes einmal schauen wollte, ob die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken ein paar Sondereinheiten Torschusstraining schieben müssen, der musste unverrichteter Dinge wieder abziehen

Saarbrücken. Wer am Dienstag am Kieselhumes einmal schauen wollte, ob die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken ein paar Sondereinheiten Torschusstraining schieben müssen, der musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Denn Trainer Stephan Fröhlich hatte sich eine etwas andere Trainingsmethode ausgedacht, damit der FCS heute um 17 Uhr im Nachholspiel gegen den VfL Wolfsburg aus seinen Chancen auch endlich Treffer macht. "Tore zu schießen hat etwas mit Intuition zu tun. Es muss aus einem Gefühl heraus geschehen. Deshalb müssen meine Spielerinnen jetzt vor allem den Kopf frei bekommen", sagt er.

Also schickte er die Mannschaft spontan zu einem Besuch in die Sauna und zum Schwimmen ins Calypso-Bad. Ohne Trainer. "Sie müssen jetzt selbst die Verantwortung übernehmen und sollten sich allein auf das Spiel gegen Wolfsburg einschwören", erklärt Fröhlich.

Das hat offenbar funktioniert. "Es war gut, etwas für die Gemeinschaft im Team zu machen", sagt Stürmerin Selina Dambier. Die 20-Jährige war im Spiel gegen Bad Neuenahr (1:2) die letzte, die für den FCS traf, kämpft aber nach ihrer Rotsperre noch um die Rückkehr in die Startelf. Wer das nächste Tor macht, ist ihr egal. "Hauptsache, wir haben am Ende ein Tor mehr", sagt Dambier lachend. Sie und ihre Mitspielerinnen setzen voll auf drei Punkte: "Wir haben uns einen Sieg vorgenommen." Wolfsburg hat jedoch in der Rückrunde bislang bärenstark gespielt und nur einmal verloren. "Trotzdem wollen wir ihnen zeigen, wer der Herr im Haus ist", sagt Dambier.

Für einige Spielerinnen war der Sauna-Besuch auch eine Gelegenheit, Blessuren zu pflegen. Ann-Katrin Schinkel holte sich im Spiel gegen München (0:0) eine Zerrung, Torhüterin Barbara Legrand verletzte sich an der Hand. Trainer Fröhlich hofft aber, beide gegen Wolfsburg einsetzen zu können. "Wir wollen zeigen, wer

der Herr im Haus ist."

FCS-Stürmerin

Selina Dambier