Sauber sucht den letzten Strohhalm

Sauber sucht den letzten Strohhalm

Der Formel 1 geht der wahre Treibstoff aus: das Geld. Sieben der elf Teams stecken in argen Finanznöten. Mit Sauber gehört jetzt auch ein Team dazu, das bislang das Vorzeige-Unternehmen in Sachen Seriosität war.

Die Formel 1 steuert auf ihre nächste Sicherheitsdiskussion zu. Nach dem Unfall eines Kameramanns in der Boxengasse beim Großen Preis von Deutschland wurden erste Rufe nach erhöhten Vorsichtsmaßnahmen laut. "Ich denke, jeder in der Boxengasse sollte einen Helm tragen", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Die Mechaniker müssen Sicherheitskleidung und Helme tragen, vielleicht ist es an der Zeit, dass auch andere Leute, die in der Boxengasse arbeiten, das machen", pflichtete Christian Horner von Red Bull bei.

Horner war dabei auch unmittelbar betroffen. Am Auto seines Piloten Mark Webber hatte sich nach einem Reifenwechsel das rechte Hinterrad gelöst und den Kameramann der Formel 1 eigenen Produktionsfirma getroffen. Der Brite zog sich dabei eine Schlüsselbeinfraktur, zwei gebrochene Rippen sowie Prellungen und Schnittwunden zu. "Wenn du so etwas siehst, hast du ein schreckliches Gefühl, weil du dir um den Menschen Sorgen machst", betonte Horner, dessen Team zu einer Strafe von 30 000 Euro verdonnert wurde. Webber selbst hatte zwar mitbekommen, dass sich das Rad gelöst hatte, "aber nicht, dass jemand getroffen wurde". Er hatte das Rennen nach einer kurzen Pause fortgesetzt.

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