Sandrock soll zahlen

Zürich · Im Zuge der Ermittlungen um die Vergabe der WM 2006 fordert die ermittelnde Kammer der Fifa-Ethikkommission eine Strafe für den früheren DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Wie der Fußball-Weltverband gestern mitteilte, empfiehlt die Kammer in ihrem abschließenden Bericht, Sandrock zu sozialer Arbeit und einer Strafe von 50 000 Schweizer Franken zu verurteilen. Eine Entscheidung über die Strafe wird die Recht sprechende Kammer treffen.

Sandrock wird vorgeworfen, die Artikel 13 (Allgemeine Verhaltensregeln), 15 (Loyalität) und 18 (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht) des Fifa-Ethikcodes verletzt zu haben. Sandrock war gemeinsam mit dem Bliesener Stefan Hans bei der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2006 für die Bereiche Finanzen und Organisation zuständig. Ende Februar war Sandrock aus gesundheitlichen Gründen als Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten.

Die Ethikkommission hatte am 22. März Ermittlungen gegen Sandrock, Hans sowie Franz Beckenbauer , Wolfgang Niersbach , Horst R. Schmidt und Theo Zwanziger eingeleitet. Ex-DFB-Präsident Niersbach ist bereits für ein Jahr für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt worden, weil er laut Ethikkommission dubiose Geldflüsse vertuscht hatte.