Salem lässt auch seine Interessenten zappeln

Salem lässt auch seine Interessenten zappeln

In den verbleibenden fünf Spielen bis zum Saisonende will sich Milad Salem mit der SV Elversberg ganz dem Kampf gegen den Abstieg widmen. Über seine Zukunft will er danach entscheiden. Er hat drei interessante Angebote.

Er ist der Durchstarter beim Fußball-Drittligisten SV Elversberg in dieser Saison - der Deutsch-Afghane Milad Salem. Fünf Tore hat der Mittelfeldspieler erzielt. Dabei hatten die Winkelkracher in den Spielen gegen den 1. FC Saarbrücken (3:1) und gegen RW Erfurt (2:0) Tor-des-Monats-Charakter. Mit sieben Vorlagen ist Salem bester Torvorbereiter bei der SVE. Leistungen, die Begehrlichkeiten wecken. Zumal sein Vertrag ausläuft.

Die Zweitligisten FC St. Pauli und FSV Frankfurt sowie der Drittliga-Zweite RB Leipzig haben Interesse an dem 26-Jährigen. "Das stimmt", bestätigt Salem. Allerdings sagt er fast im gleichen Atemzug: "Ich habe die Verhandlungen mit der SVE auf Eis gelegt, weil wir uns alle auf den Klassenverbleib konzentrieren müssen. Da brauchen wir keine unnötigen Einflüsse von Verhandlungen. Das habe ich auch den Clubs gesagt, die Interesse haben. Zur Zeit zählen nur die Spiele mit der SVE, der Rest ist egal. Wenn die Clubs mich wirklich wollen, wollen sie mich auch noch in vier oder fünf Wochen."

Elversberg ist für Salem in zwei Jahren fast zur Heimat geworden. "Ich fühle mich sehr wohl, habe viele neue Freunde gefunden. Alles zusammen ist mit Sicherheit daran Schuld, dass ich in dieser Saison so spiele, wie ich spiele. Ob das bei einem neuen Verein auch so funktioniert, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite möchte jeder Fußballer so hoch spielen, wie es geht. Allerdings habe ich nichts davon, wenn ich in eine höhere Liga wechsle und nicht spiele", sagt Salem: "Aber genug davon. Bis Saisonende zählt nur die SVE. Wir haben eine starke Mannschaft mit tollen Jungs. Und wir haben das Zeug dazu, die Klasse zu halten. Alles andere ist jetzt zweitrangig."

Am Samstag um 14 Uhr spielt der Tabellen-17. Elversberg bei der Spvgg. Unterhaching, die auf Rang 18 und damit dem ersten Abstiegsplatz steht. Die Partie könnte zu einem Schlüsselspiel werden, da die SVE ihren Vorsprung auf Unterhaching mit einem Sieg auf sechs Punkte und somit wohl schon entscheidend vergrößern kann - bei dann noch vier ausstehenden Spielen.

Der im Dezember beurlaubte SVE-Sportdirektor Roland Benschneider wird bei Zweitliga-Schlusslicht Energie Cottbus als Sportchef gehandelt.