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Saisonstart in der Fußball-Bezirksliga: Oberkirchen ist der Top-Favorit

Fußball : Oberkirchen-Grügelborn ist der Top-Favorit

Saisonstart in der Fußball-Bezirksliga St. Wendel: Top-Favorit hat sich gewaltig verstärkt, die Generalprobe ging aber in die Hose.

Die Frage nach dem heißesten Titelanwärter in der Fußball-Bezirksliga St. Wendel beantworten derzeit nahezu alle Kenner der Szene im Nordsaarland mit einem Namen: SG Oberkirchen-Grügelborn. Kein Wunder, denn schließlich hat sich die Spielgemeinschaft mit vielen Rückkehrern aus höheren Klassen verstärkt.

Allen voran ist da natürlich das Spielertrainer-Duo Lukas Biehl und Pascal Schmidt zu nennen. Biehl wurde letzte Saison mit dem SV Hasborn nicht nur Meister der Verbandsliga Nord/Ost. Mit 31 Treffern belegte er auch Rang zwei in der Torjägerliste der Liga. Schmidt war in den vergangenen Jahren Stammspieler beim FV Eppelborn in der Ober- und Saarlandliga.

Und damit nicht genug: Mit Jonas Gedratis und Jerome Keller (beide FC Freisen), Jan Klein (SG Neunkirchen-Selbach) oder auch Max Schaadt (U19 JFG Schaumberg-Prims) wurden noch weitere starke Rückkehrer geholt. „Fakt ist, dass wir mit unserer Qualität unter die ersten Fünf müssen“, sagt Biehl vor dem Auftaktspiel seiner Mannschaft an diesem Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen den SV Hasborn II (Spielort: Oberkirchen).

Das Wort Meisterschaft will der 26-Jährige aber nicht in den Mund nehmen. „Unser Ziel ist es, langfristig etwas aufzubauen“, erklärt der Stürmer. Biehl gibt zu bedenken, dass er und sein Trainerkollege Schmidt noch eine gewisse Eingewöhnungszeit ins Übungsleiter-Business benötigen könnten. „Für  Pascal und mich ist es die erste Station im Trainerdasein. Das darf man nicht vergessen“, sagt der 26-Jährige.

Mit der Vorbereitung zeigte sich der neue SG-Spielertrainer zufrieden. „Vor allem im dreitägigen Trainingslager in Bad Bergzabern sind wir richtig als Team zusammengewachsen“, freut sich Biehl. Weniger zufrieden war der Angreifer dagegen mit der Generalprobe: Am Samstag verlor Oberkirchen-Grügelborn gegen den rheinland-pfälzischen A-Ligisten TSG Burglichtenberg mit 2:4. „Da waren wir richtig schlecht“, ärgert sich Biehl. „Ich erwarte gegen Hasborn II eine Reaktion darauf.“

Dass es für seine Elf gleich im ersten Spiel gegen die Reserve seines alten Clubs aus Hasborn geht, passt dem SG-Spielertrainer nicht unbedingt ins Konzept. „Hasborn hat für die Saarlandliga einen breiten Kader, deshalb werden sie daraus sicher in den ersten Partien fünf, sechs Spieler in die zweite Mannschaft abstellen“, ist sich Biehl sicher.

Daher sieht der 26-Jährige Hasborn II auch als einen der Mitkonkurrenten im Kampf um die ersten fünf Plätze: „Den STV Urweiler, Hasborn II, den SV Bliesen und die SG Wolfersweiler-Gimbweiler habe ich da auf der Rechnung.“

Von den von Biehl genannten Teams gab es übrigens außer bei Hasborn II bei allen Veränderungen auf der Trainerposition: Bei Wolfersweiler-Gimbweiler setzt man mit dem bisherigen Amtsinhaber Jurij Schewtschenko, dem bisherigen Spieler Julian Scholler sowie Neuzugang Wladislaw Sonntag (kam vom SC Birkenfeld) auf ein Spielertrainer-Trio. Das Debüt der drei ist an diesem Sonntag um 15 Uhr in Scheuern, wenn die „Wölfe“ bei der dortigen SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf zu Gast sind.

Beim SV Bliesen, der die Spielzeit 18/19 als Vierter beendete, hat Christian Jung (zuletzt U 17-Trainer bei der SV Elversberg) die Nachfolge von Peter Krämer angetreten. Der SV startet am Sonntag um 15 Uhr gleich mit einem brisanten Derby bei der SG Gronig-Oberthal in die neue Runde.

Urweiler landete vergangene Saison einen Platz vor Bliesen. Beim STV ist Ex-Oberliga-Kicker Jan Stutz vom Spieler zum Trainer „aufgestiegen“. Stutz bildet dabei ein Trainer-Duo mit dem bisherigen Amtsinhaber Ingo Eickmann. Zum Auftakt ist Urweiler an diesem Sonntag um 15 Uhr bei der SG Namborn-Steinberg-Deckenhardt zu Gast.