| 20:10 Uhr

Saison-Aus für Nowitzki und Dallas

Denver/Boston. Sie kamen weiter als in den beiden Vorjahren, doch vom erhofften Titelgewinn blieben Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks auch in dieser Saison weit entfernt

Denver/Boston. Sie kamen weiter als in den beiden Vorjahren, doch vom erhofften Titelgewinn blieben Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks auch in dieser Saison weit entfernt. Die Texaner verloren trotz eines erneut starkes Auftritts ihres deutschen Ausnahmespielers am Mittwochabend (Ortszeit) im Play-off-Viertelfinale der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA bei den Denver Nuggets mit 110:124 - und haben von sofort an Sommerpause.



Dem Sturmlauf der Nuggets hatten die Mavericks kaum etwas entgegenzusetzen. Nowitzki ragte abermals heraus, erzielte 32 Punkte und war in den fünf Duellen mit einem Schnitt von 34,4 Zählern der überragende Werfer. Dennoch hatten die "Mavs" nie eine echte Chance, die Nuggets vom erstmaligen Erreichen des Halbfinales seit 1985 abzuhalten. "Alles in allem war Denver das bessere Team. Wir haben viele Fortschritte gemacht in dieser Saison, ich bin stolz auf meine Jungs. Aber vor uns liegt noch reichlich Arbeit", meinte Dallas-Trainer Rick Carlisle. Die Partie stand für sein Team unter dem Motto "Siegen oder Fliegen", denn Dallas lag in der Play-off-Serie 1:3 gegen seinen Angstgegner zurück. Doch bei den heimstarken Nuggets lief Dallas ständig einem Rückstand hinterher. Und als man knapp sechseinhalb Minuten vor dem Ende auf 97:103 herankam und Denver nur noch zwei Sekunden für den Wurf hatten, zeigte Carmelo Anthony - mit 30 Zählern der beste Nuggets-Schütze - seine Ausnahme-Qualitäten und traf aus der Drehung mit einem Drei-Punkte-Wurf. "Das war unser Genickbruch", befand Nowitzki.

Trotz des Saison-Aus wurde der 30-Jährige am Mittwoch zum vierten Mal in seiner Karriere in das sogenannte "All-NBA First Team" gewählt. "Das bedeutet, du spielst soliden Basketball - nicht für eine Woche oder einen Monat, sondern über die gesamte Saison. Ich bin sehr geehrt", meinte Nowitzki. dpa