Saarlouis Royals wollen Debakel abhaken

Basketball : Royals wollen Debakel abhaken

Saarlouiser Basketballerinnen treffen im Pokal auf Ligakonkurrent USC Freiburg.

Den Start in die Bundesliga-Saison haben die Basketballerinnen der Saarlouis Royals in den Sand gesetzt – und wie. Die 38:86-Niederlage gegen Keltern war ein Debakel, für das Trainer Ondrej Sykora Gründe erkannt hat: „Wir hatten Verletzungsprobleme, die Führungsspielerinnen haben nicht ihre gewohnte Leistung gebracht, und die jungen Spielerinnen hatten zu großen Druck.“ Dazu kam, dass die Royals ohne ihre am Rücken verletzte Kapitänin Levke Brodersen „am Anfang einfache Korbleger nicht gemacht haben“.

Brodersen wird der Mannschaft voraussichtlich noch bis Anfang November fehlen. Und damit auch an diesem Freitag (20 Uhr) beim DBBL­Pokalspiel der Royals in der heimischen Stadtgartenhalle gegen den USC Freiburg, den Sykora als „hochklassige Mannschaft und Anwärter auf den Bundesliga-Titel“ ansieht.

Auf den längerfristigen Ausfall von Brodersen haben die Verantwortlichen in Saarlouis unter der Woche reagiert und in Andrea Andelová, die nun vierte Tschechin bei den Royals, eine neue Spielmacherin verpflichtet, die bei den Chemcats Chemnitz nach dem Rückzug aus der 1. Liga keinen Vertrag mehr erhalten hatte. „Ich bin glücklich und dankbar über die schnelle Entscheidung zur Verpflichtung von Andelová. Eine solche Spielerin auf der Position zu finden, ist extrem schwierig“, sagt Sykora und stellt ihr einen Einsatz im Pokal in Aussicht: „Sie kann am Freitag direkt dabei sein.“ Der Tscheche schränkt jedoch ein, „dass sie sich in die Mannschaft integrieren muss, aber eine Hilfe auf der Spielmacher-Position und eine Unterstützung für das Team sein kann“.

Mit dem Spiel gegen Freiburg können die Royals zeigen, dass das Debakel zum Auftakt ein Ausrutscher war. Und dabei setzt der Trainer auch auf die Unterstützung der Fans. Denn diese sind für Sykora „so etwas wie der sechste Feldspieler und zählen zu den besten Fans mit der besten Heimkulisse der Liga“.