| 20:27 Uhr

Frauenbasketball-Bundesliga
Eine Niederlage, die nur wenig schmerzt

Royals-Spielerin Bronaza Fitzgerald (gelbes Trikot) erzielte gegen den BC Marburg 15 Punkte und griff sich fünf Offensivrebounds.
Royals-Spielerin Bronaza Fitzgerald (gelbes Trikot) erzielte gegen den BC Marburg 15 Punkte und griff sich fünf Offensivrebounds. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Basketballerinnen der Saarlouis Royals sind beim 65:92 gegen Spitzenreiter BC Marburg erwartungsgemäß ohne Siegchance. Von Julia Franz

Gut gekämpft, am Ende aber ohne echte Siegchance und verloren. So ganz überraschend kam die 65:92-Niederlage am vergangenen Sonntag in der Saarlouiser Stadtgartenhalle für den Frauenbasketball-Bundesligisten Saarlouis Royals vor knapp 450 Zuschauern wahrscheinlich nicht. Mit dem BC Marburg empfingen die Saarländerinnen nämlich den aktuellen Tabellenführer zum zweiten Saison-Heimspiel.


Marburg um seinen Trainer Patrick Unger, der gleichzeitig Nachfolger des ehemaligen Saarlouiser Trainers Hermann Paar als Bundestrainer der Frauen-Nationalmannschaft ist, ist in dieser Saison noch ungeschlagen. Gegen Saarlouis fuhren die Blue Dolphins bereits den siebten Sieg im siebten Spiel ein – eine starke Bilanz. „Wir haben das Glück, dass wir mannschaftlich geschlossen in dieser Konstellation seit drei, vier Jahren so arbeiten und dieses Jahr sehr viel umgestellt haben. Wir sind aber auch realistisch genug, jedes Spiel hart zu analysieren“, erklärte Unger im Anschluss.

Als klarer Außenseiter wurde es für die junge Saarlouiser Mannschaft das im Vorfeld schon erwartet schwere Duell. Die sowohl knappe als auch bittere 68:70-Niederlage eine Woche zuvor bei Eintracht Braunschweig war allerdings raus aus den Köpfen der Saarlouiserinnen, sodass das Team von Trainer Ondrej Sykora befreit und ohne Druck aufspielte.



Die Gäste zeigten gleich von Beginn an, dass sie nicht ohne Grund ganz oben in der Tabelle stehen, und überzeugten vor allem durch ihre gute Defensivarbeit und ihre konsequente Spielweise, jeden Spielzug zu Ende zu spielen. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 47:36. Trotz ihrer Außenseiterrolle verkauften sich die Saarländerinnen jedoch stellenweise mehr als ordentlich, verkürzten im zweiten Viertel zwischenzeitlich sogar auf 26:36 und überzeugten vor allem mit ihrer kämpferischen Leistung. „Den größten Unterschied hat heute die Trefferquote gemacht. In den wichtigen Momenten haben wir nicht getroffen“, analysierte Royals-Trainer Ondrej Sykora. Marburg hatte insgesamt eine Trefferquote von 52 Prozent, Saarlouis dagegen nur schwache 34. Wie schon in den anderen Spielen überzeugten vor allem die Royals-Spielerinnen Ariel Hearn (16 Punkte) und Bronaza Fitzgerald (15). Kapitänin Kimmi Pohlmann sagte: „Wir sind eine ganz neu zusammengestellte Mannschaft und brauchen noch Zeit. In manchen Phasen klappt es schon ganz gut, aber für 40 Minuten langt es noch nicht.“

Nach der erwarteten Niederlage soll der Fokus schnell auf die nächsten Aufgaben gerichtet werden. Ohne lange Verschnaufpause steht für die Royals schon an diesem Donnerstag um 19.30 Uhr im Nachholspiel des vierten Spieltages beim Tabellenzweiten Herner TC das nächste Spiel an – das erste von insgesamt drei schweren Auswärtsspielen in Folge. Die nächste Herausforderung wartet dann am kommenden Samstag (19.30 Uhr) bei den Eisvögeln USC Freiburg.