Saarlouis Royals taumeln Abstieg aus der Basketball-Bundesliga entgegen

Frauenbasketball-Bundesliga : Royals taumeln dem Abstieg entgegen

Frauenbasketball-Bundesligist BC Saarlouis verliert auch sein Heimspiel gegen den Vorletzten Heidelberg mit 73:81.

Die Basketballerinnen des BC Saarlouis müssen sich allmählich mit dem Gedanken anfreunden, kommende Saison nur noch in der 2. Liga zu spielen. Die Royals verloren am Sonntagnachmittag das Abstiegsduell zuhause in der Stadtgartenhalle gegen die Bascats Heidelberg mit 73:81 (46:46).

Der Start legte schonungslos offen, warum die Royals in dieser Saison den letzten Tabellenplatz bislang nicht verlassen haben. Zwar gewann Centerin Klara Brichakova den Hochball und tippte den Ball zurück in die eigene Hälfte, doch ihre Mitspielerinnen waren nicht aufmerksam genug, um den Ball festzumachen. Eine Heidelbergerin spritzte dazwischen, ein leichter Korbleger – 0:2. Royals-Kapitänin Levke Brodersen leistete sich beim Spielaufbau einen Fehlpass, schneller Gegenstoß, 0:4. Nach einer Minute lagen die Royals durch zwei Freiwürfe mit 0:6 hinten, nach vier Minuten stand es 3:13 – Trainer Marc Hahnemann musste schon eine Auszeit nehmen.

Viel besser wurde es zunächst nicht. Vor allem an der Freiwurflinie zeigte Saarlouis Nerven. Und defensiv fand die Royals-Verteidigung nur selten ein Mittel gegen die flinken Heidelbergerinnen, die oft im Eins gegen Eins zum Korb zogen. Und wäre die US-Amerikanerin Jessica Kovatch nach ihrer Einwechslung nicht heißgelaufen, der Rückstand nach dem ersten Viertel wäre sicher größer als „nur“ 19:28 gewesen.

Im zweiten Viertel wurde es besser. Kovatch sprühte vor Energie und traf weiter von der Dreierlinie, ihre Teamkolleginnen zogen sich an ihr hoch und arbeiteten defensiv deutlich besser. In der 17. Minute glichen die Royals erstmals aus (40:40), mit 46:46 ging es in die Pause.

Kimmi Pohlmann brachte Saarlouis dann beim 51:49 (22. Minute) erstmals in der Partie in Führung. Doch Heidelberg konterte, nutzte vor allem unnötige Ballverluste der Royals aus und ging mit einer 65:61-Führung ins letzte Viertel. Dort lief bei Saarlouis dann aber offensiv wenig zusammen, weil Kovatch wegen vier Fouls lange draußen sitzen musste und Cherise Beynon, die zweite US-Amerikanerin der Royals, mit fünf Fouls in der 35. Minute vom Feld musste. Auch Heidelberg agierte am Ende der Bedeutung des Spiels angemessen hoch nervös, brachte aber seinen Vorsprung über die Zeit und darf im Gegensatz zu Saarlouis weiter auf den Klassenverbleib hoffen.