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Saarlouis Royals sind auch auf die Vizemeisterschaft stolz

Saarlouis. Der TSV Wasserburg hat die Finalserie in der Damen Basketball Bundesliga mit 3:0 für sich entschieden. Doch so deutlich war es nicht. In zwei Partien hatte der TV Saarlouis den hohen Favoriten in die Verlängerung gezwungen. Michael Aubert

Es war richtig eng. So eng, dass sich die Bundesliga-Basketballerinnen des TV Saarlouis ein weiteres Finalspiel in der Saarlouiser Stadtgartenhalle eigentlich verdient hatten. Wie schon im zweiten Spiel der Finalserie am vergangenen Sonntag in Saarlouis (72:80) lieferten die Royals dem TSV Wasserburg auch am Mittwochabend einen heißen Tanz und zwangen die Übermannschaft in die Verlängerung. Trotzdem unterlag die Truppe von Trainer René Spandauw am Ende mit 87:98 (81:81, 43:41), sodass der Titel des deutschen Meisters in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) also zum dritten Mal in Folge an den TSV Wasserburg ging.

Dieser feiert neben dem Pokalsieg und der Meisterschaft auch eine perfekte Saison: Sowohl während der regulären Spielzeit, als auch in der Endrunde blieben die Wasserburger ungeschlagen. Was die Leistung der Royals mit zwei Entscheidungen in der Verlängerung wieder in einem ganz anderen Licht erstrahlen lässt. "Meine Mannschaft hat hier noch besser gespielt, als das schon am Mittwoch der Fall war", sagte Spandauw voller Stolz. Abgesehen von der deutlichen 58:86-Packung im ersten Spiel habe sich sein Team in den beiden anderen Spielen gesteigert. Spandauw versuchte, die knappen Pleiten mit der Unerfahrenheit seiner jungen Spielerinnen zu erklären. "Durch unsere teilweise hektische Spielweise hatten wir am Ende noch das Nachsehen", erklärte er: "Aber diese Mannschaft verdient den größten Respekt. Es ist nur enorm bitter, dass man ein solches Spiel dann noch verliert."

Wie es mit ihm selbst weitergeht, ist weiter offen. Spandauws Vertrag läuft aus. Der TV Saarlouis erwägt, sich von Spandauw zu trennen und einen neuen Trainer zu verpflichten.