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Saarlouis Royals setzen auf das „Wir-Gefühl“

Saarlouis. Alles zurück auf Null: Im Viertelfinale der Meisterschafts-Endrunde gegen den SV Halle setzen die Royals am Sonntag in der Stadtgartenhalle auf Teamgeist – trotz einiger Probleme in der Vorbereitung. Michael Aubert

Es war ein hartes Stück Arbeit für die Saarlouis Royals . Mit dem dritten Tabellenplatz in der Damenbasketball-Bundesliga hätten sie sich kaum eine bessere Ausgangslage für die Meisterschafts-Endrunde schaffen können - gerade wegen der vielen Ausfälle während der Saison. "Es war eine Jetzt-erst-recht-Reaktion unserer Mannschaft", sagt Aufbauspielerin Stina Barnert. Doch ausgerechnet vor dem ersten Viertelfinalspiel der Royals am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Halle will so gar nichts optimal laufen.

"Ich musste das Training am Montag abbrechen, weil sich vier Spielerinnen verletzt haben", sagt Trainer René Spandauw. Auch wenn Joana Meyer, Sandra Wimmer, Sarah Belzer und Kimberly Pohlmann am Sonntag wohl auflaufen können, saß der erste Schock tief. Und als hätten sie keine anderen Probleme, musste Stina Barnert beim Training am Dienstag und Mittwoch wegen einer Erkältung passen. "Ich hoffe, dass es bis Sonntag wieder geht", sagt die 25-Jährige. Auch Spandauw ist klar: Ohne Barnert wird es gegen Halle richtig schwer. "Wenn wir das Spiel am Sonntag verlieren", sagt er, "stehen wir gleich mit dem Rücken zur Wand".

Zu schnell könnte der Traum vom Halbfinale oder gar Finale platzen. Dass die Royals gegen den Liga-Sechsten nicht ausscheiden wollen, spielt in der Saarlouiser Erwartungshaltung ebenso eine Rolle wie ihre Siege gegen Halle in der laufenden Saison (81:74, 74:62). "Aber das wird ein komplett neues Spiel", sagt Barnert: "Wir müssen wieder das Wir-Gefühl transportieren." Das positive Gefühl, das sich trotz oder gerade wegen der Ausfälle in der Saison eingestellt hat.

Ungeachtet der Tatsache, dass sich Halle seit der letzten Begegnung mit den beiden US-Amerikanerinnen Brianna Kulas und Jasmine James verstärkt hat, will Saarlouis unbedingt siegen. "Es ist wie immer in den Playoffs ein Neustart - für beide Mannschaften", sagt Spandauw, der am Sonntag vor eigenem Publikum gerne mit einem Sieg in diese Viertelfinal-Serie starten will. In maximal drei Partien wird dann der Halbfinalist ermittelt.