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Saarlouis Royals kassieren bei Rückkehr von Brodersen elfte Niederlage

Saarlouis Royals bleiben Letzte : Keine Weihnachtsgeschenke

Saarlouis Royals kassieren bei Rückkehr von Levke Brodersen elfte Niederlage im zwölften Bundesligaspiel.

„Das schönste Weihnachtsgeschenk“ – so war die Pressemitteilung der Saarlouis Royals zum Spiel in der Damenbasketball-Bundesliga gegen die Panthers Osnabrück überschrieben. Schließlich kehrte Levke Brodersen am Freitagabend endlich aufs Parkett zurück. Die Hoffnungsträgerin, die im Sommer nach ihrem einjährigen Studienaufenthalt in England nach Saarlouis zurückgekehrt war, sollte beim Schlusslicht gemeinsam mit der neu verpflichteten US-Amerikanerin Cherise Beynon die Trendwende einläuten. Brodersen (fünf Punkte, vier Assists) spielte ordentlich, Beynon (15 Punkte, sieben Rebounds) deutete mehrfach an, dass sie eine Verstärkung sein kann – die Royals zogen trotzdem mit 61:73 den Kürzeren.

Die knapp 450 Zuschauer in der Saarlouiser Stadtgartenhalle sahen zu Beginn des Spiels das wohl beste Viertel der Royals in der bisherigen Saison. Die Gastgeberinnen fanden gut ins Spiel, führten zügig mit 10:5 und ließen sich auch nicht vom Osnabrücker Ausgleich nach fünf Minuten (10:10) irritieren. Im Gegenteil: Die Defensive machte einen deutlich aggressiveren und laufstärkeren Eindruck als zuletzt. Und vorne ging von der Dreierlinie die Post ab. Zweimal Seraphina Asuamah-Kofoh, Neuzugang Beynon und Jessica Kovatch in zwei Minuten brachten die Royals in Front. Am Ende des ersten Viertels leuchtete ein 25:18 auf der Anzeigtafel auf.

Dann aber kam das zweite Viertel, im dem die Royals in dieser Saison schon öfter Schwierigkeiten hatten. Aus der Sieben-Punkteführung wurde nach nur vier Minuten ein 30:31-Rückstand, weil bei Saarlouis nur Alison Gorrell traf. Cheftrainer Hahnemann reagierte, nahm eine Auszeit. Sie half nur bedingt – denn der Rückstand vergrößerte sich. Immerhin: Gorrell hielt die Royals halbwegs im Spiel, und Osnabrück ging „nur“ mit einer 41:38-Führung in die Pause.

Die Qualität des Spiels nahm im dritten Viertel nicht zu, sondern ab. Es wurde zerfahren. Die Royals leisteten sich teils haarsträubende Ballverluste (19 im gesamten Spiel gegenüber zehn der Panther), Osnabrück wusste zunächst aber seine Chancen nicht zu nutzen. Beim 46:46-Ausgleich durch Levke Brodersen (24. Minute) ging eine kollektiver Aufschrei der Erleichterung durch die Stadtgartenhalle – aber es sollte nur ein kurzes Strohfeuer bleiben. Die Panther zogen ordentlich das Tempo an und gingen mit einer 61:50-Führung in das vierte Viertel.

Den Schlussabschnitt eröffnete Brodersen mit drei Punkten. Kurz keimte Hoffnung auf. Doch Osnabrück erstickte sie mit zwei schnellen Dreipunktwürfen sofort wieder – die 67:53-Führung in der 32. Minute war so etwas wie die Vorentscheidung für die Gäste. Osnabrück nahm sich nun für jeden eigenen Angriff viel Zeit, um möglichst viel davon von der Uhr zu nehmen. Die Royals kämpften, kamen zwei Minuten vor Schluss noch einmal auf 61:69 ran – doch es reichte nicht. Am Ende prangte eine 61:73-Niederlage auf der Anzeigetafel – die elfte Niederlage im zwölften Bundesligaspiel für die Royals. Und die Erkenntnis nach der Rückkehr von Levke Brodersen ist eine ähnliche wie nach dem vorletzten Spiel: Auf Cheftrainer Hahnemann wartet ein Berg Arbeit, wollen die Royals in dieser Saison noch die Liga halten, zumal die Konkurrenz im Keller punktete.