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Saarlouis Royals kämpfen sich zur Sensation

Saarlouis Royals kämpfen sich zur Sensation

Saarlouis. Der Traum geht weiter. Durch eine kämpferisch überzeugende Leistung schafften die Basketballfrauen des TV Saarlouis im Viertelfinal-Hinspiel des Europapokals ein spektakuläres 66:63 (16:20, 12:14, 22:17,16:12) gegen die haushohen Favoritinnen aus dem französischen Mondeville

Saarlouis. Der Traum geht weiter. Durch eine kämpferisch überzeugende Leistung schafften die Basketballfrauen des TV Saarlouis im Viertelfinal-Hinspiel des Europapokals ein spektakuläres 66:63 (16:20, 12:14, 22:17,16:12) gegen die haushohen Favoritinnen aus dem französischen Mondeville.

Bereits eine Viertelstunde vor Spielbeginn begann die einzigartige Royals-Show: Unter dem Getöse der 1400 Zuschauer in der Saarlouiser Stadtgartenhalle liefen die Lokalmatadorinnen ein. Hallensprecher Peter Hiery begrüßte zum sechsten Mal den angereisten Gegner in dessen Landessprache, diesmal französisch. Dann hieß es: Licht aus, Spot an. Die Zuschauer erhoben sich zum inszenierten Abklatsch-Ritual zwischen Mannschaft und Co-Trainer. Dies sollte nicht der letzte Moment bleiben, in dem die Gäste aus Frankreich an diesem Abend im Dunkeln standen.

Die Gas(t)geberinnen erwischten auf dem extra angelieferten Parkettboden einen Blitzstart: Romy Bär eroberte nach wenigen Sekunden den Ball in der eigenen Hälfte, ein langer Pass auf Petra Manakova - 2:0-Führung. In der Anfangsphase lagen die Royals sogar mit 7:4 in Front. Doch nach sieben Minuten stand es bereits 18:11 für die Französinnen. Bis zum Beginn des letzten Viertels liefen die Gelb-Schwarzen einem Rückstand hinterher. Dann schlug die Stunde von Geburtstagskind Yvonne van Daalen (23). Durch ihren Dreier waren die Royals wieder dran: Das Schlusssignal des dritten Viertels war schon ertönt, da fiel das Spielgerät noch in die Maschen. Die Fans hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen - die Hoffnung auf die Sensation lag in der Luft. Als Petra Manakova in der 31. Minute die zweite Führung des Spiels verschaffte, war es mit der Zurückhaltung dahin. Was dann kam, war Royals-Wahnsinn. Mit 16:12 im letzten Viertel machten sie den Sieg perfekt. Die besten Werferinnen waren Petra Manakova (18 Punkte), Romy Bär (zwölf) und Candyce Bingham (elf).

Saarlouis Stina Barnert meinte: "Wir sind schon so weit gekommen in diesem Wettbewerb, wir wollen noch mehr." Auch Trainer René Spandauw sieht eine Chance, das Halbfinale im Rückspiel (Donnerstag in einer Woche, 20 Uhr) klar zu machen: "Das war ein tolles Spiel, aber nicht schön. Ich habe immer gesagt, dass wir es schaffen können, USO zu schlagen. Mit diesen Fans im Rücken war das heute möglich." zen

 Tyresa Smith von den Saarlouis Royals (am Ball) im Duell mit der Französin Aurelie Bonnan (Nummer 14). Foto: Rolf Ruppenthal
Tyresa Smith von den Saarlouis Royals (am Ball) im Duell mit der Französin Aurelie Bonnan (Nummer 14). Foto: Rolf Ruppenthal