Saarlouis Royals finden keine Neuzugänge

Saarlouis. "Das ist eine paradoxe Welt", sagt René Spandauw. Der Trainer des Basketball-Bundesligisten Saarlouis Royals ist auf Spielersuche. Bisher gibt es nur Abgänge: Stina Barnert (Palacio de Congresos de Ibiza), Isabelle Comteße (Karriere-Ende), Kelly Brugman (Niederlande) und Janina Wellers (Studium in Osnabrück) sind weg

Saarlouis. "Das ist eine paradoxe Welt", sagt René Spandauw. Der Trainer des Basketball-Bundesligisten Saarlouis Royals ist auf Spielersuche. Bisher gibt es nur Abgänge: Stina Barnert (Palacio de Congresos de Ibiza), Isabelle Comteße (Karriere-Ende), Kelly Brugman (Niederlande) und Janina Wellers (Studium in Osnabrück) sind weg. Die Suche nach Nachfolgerinnen gestaltet sich schwierig, wie Spandauw erklärt. "Es gibt da drei sehr gute Deutsche, an denen wir interessiert waren. Aber bei allen gab es ein Riesenproblem: Man muss für Deutsche viel Geld bezahlen. Die Agenten beschweren sich dann, dass sie ihre Spielerinnen nicht loswerden. Da sage ich: Weil sie so teuer sind. Dann sagen die Agenten: ,Sie müssen teuer sein, weil es Deutsche sind.'"Seit der vergangenen Saison sind die Vereine verpflichtet, zu jeder Spielsekunde mindestens zwei Deutsche auf dem Feld zu haben. Das hat den Preis hochgetrieben. Abgesehen von Lina Schiffer, die noch keinen Vertrag für die neue Runde hat, spielen bei den Royals derzeit nur die drei Jugendspielerinnen Kitty Müller, Joana Meyer und Levke Brodersen. "Wir haben von sieben deutschen Spielerinnen eine Absage bekommen", klagt Spandauw. Gründe seien meistens das Geld, einmal angeblich auch, "weil wir zu hart trainieren", sagt Spandauw. Einen Ausweg sieht der Trainer nur durch Zugewinn neuer Sponsoren, doch auch da läuft der Fortschritt schleppend.

Die Gespräche mit den Spielerinnen aus der Vorsaison laufen. Neben den Jugendspielerinnen Brodersen, Meyer und Müller sind Shanara Hollinquest und Anja Stupar an die Royals gebunden. Bei Tyresa Smith, Petra Manakova, Kristi Dini und Lina Schiffer steht die Entscheidung aus. "Da werden einige bleiben", versichert Spandauw.

Ein Fragezeichen steht hinter Leistungsträgerin Smith, die offenbar Angebote aus Italien hat. "Da können wir nicht mithalten. Wenn ,Ty' darauf eingehen möchte, soll sie das machen", sagt Spandauw, "wir würden sie gerne halten, aber werden keine finanziellen Risiken eingehen". cjo

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