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Saarlouis glaubt an Basketball-Wunder

Saarlouis. Von jetzt an ist für die Basketballer des TV Saarlouis jedes Spiel ein Endspiel. In der Abstiegsrunde der 2. Bundesliga ProB Süd muss eine Siegesserie her, um noch zwei der drei Gegner hinter sich zu lassen. Zuerst geht es gegen Speyer. David Benedyczuk

Rückblick: Es ist eine Szene, die als einer der wenigen Höhepunkte in der bisher nicht sehr erfreulichen Saison des TV Saarlouis in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Süd hängen bleibt. Am 7. Februar sorgt Alexander Goolsby mit seinem Dreier mit der Schluss-Sirene für ausgelassene Stimmung in der Stadtgartenhalle. Mit 92:91 ringt Saarlouis die Baskets Speyer auf den letzten Drücker nieder - es ist einer von fünf Siegen für den Aufsteiger in 22 Partien.

An diesem Sonntag kommt es in Saarlouis ab 18 Uhr zur Neuauflage des Duells. Ob nun ähnlich spannend oder nicht - eine Wiederholung, sprich ein erneuter Erfolg gegen Speyer, ist für die Royals dann Pflicht. "Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen", sagt Goolsby. Alle wissen: Dem Auftakt in die sechs Partien der Abstiegsrunde kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Mit zehn Punkten liegt Saarlouis aktuell zwei Zähler hinter Speyer auf dem letzten Platz. Die weiteren Kontrahenten Lich und Langen haben sechs und vier Zähler mehr auf dem Konto. Um noch zwei Teams hinter sich zu lassen, muss also eine Aufholjagd her.

"Wir brauchen fünf Siege", sieht auch der Saarlouiser Trainer Chris Cummings sein Team unter Zugzwang. Was den Royals Hoffnung macht: In der regulären Saison ist es gelungen, eine solche Ausbeute gegen die Gegner der Abstiegsrunde einzufahren. Nur in Lich musste sich Saarlouis knapp 77:80 geschlagen geben, alle anderen Partien gewann das Team. Das kleine Basketball-Wunder, das nun her muss, liegt also im Bereich des Möglichen.

"Wir wissen, dass wir die Gegner schlagen können. Das ist fürs Selbstvertrauen wichtig", sagt Goolsby. Speyer hält der 27-Jährige Shooting Guard für "stärker, als es der Tabellenplatz aussagt", aber machbar. "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe", sagt er. Aus Saarlouiser Sicht dann hoffentlich mit positivem Ausgang - damit die Hoffnung auf den Ligaverbleib vor den folgenden Auswärtsspielen in Lich (21. März, 19.30 Uhr) und Langen (28. März, 19.30 Uhr) weiterhin da ist.