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Saarlandpokal könnte fortgesetzt werden

Videokonferenz beim SFV : Saarlandpokal könnte fortgesetzt werden

Saarländischer Fußballverband lädt die acht im Wettbewerb verbliebenen Clubs zur Videokonferenz ein.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant, seinen Pokalwettbewerb bis Juni zu Ende zu spielen. Darum scheint auch der Saarländische Fußballverband (SFV) den Saarlandpokal zu einem Abschluss bringen zu wollen – um in der kommenden Spielzeit einen DFB-Pokal-Teilnehmer stellen zu können. Das jedenfalls soll Inhalt einer Videokonferenz sein, die der SFV am kommenden Montag mit den noch im Wettbewerb verbliebenen Vereinen führen will.

„Unabhängig der Frage, wie es mit dem SFV-Meisterschaftsspielbetrieb der Saison 2019/2020 weitergeht, ist der Pokalwettbewerb im SFV gesondert zu betrachten, das heißt: Sollte an einem virtuellen SFV-Verbandstag die Mehrheit nicht für die Fortsetzung der Saison votieren, so kann diese Entscheidung nur für den Meisterschaftsbetrieb gelten“, schreibt SFV-Geschäftsführer Andreas Schwinn in der Einladung: „Diese Sonderregelung für den Pokal betrifft im Übrigen auch den Frauen- sowie den A-Jugendbereich.“

Andreas Montag vom Oberligisten FV Diefflen sieht im Austausch eine Chance. „Das Saarland muss für die nächste DFB-Pokalrunde einen Teilnehmer bestimmen, und es sind noch acht Vereine im Wettbewerb“, sagt der Vorsitzende Sport: „Der schlimmste Fall wäre eine Entscheidung per Los, der zweitschlimmste Spiele ohne Zuschauer. Wir müssen unter Beachtung aller Maßnahmen offen diskutieren.“ Diefflen erwartet den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken und hätte damit zu normalen Zeiten ordentlich Einnahmen generiert.

Dass es nach derzeitiger Verordnungslage auf Geisterspiele hinauslaufen würde, scheint unbestritten. Eintrittsgelder und Catering-Erlöse fielen weg. „Wenn es erlaubt ist, dass wir spielen, werden wir auch antreten. Schließlich gibt es ja auch Geld vom SFV für das Erreichen des Halbfinales“, sagt André Hemmer, der sportliche Leiter des SV Auersmacher, der gegen Borussia Neunkirchen Heimrecht hat: „Die Mannschaften brauchen aber eine vernünftige Vorbereitung auf so ein Spiel. Die Frage ist also wann und unter welchen Auflagen.“

Der TuS Herrensohr trifft auf den Regionalligisten FC Homburg. „Training mit Abstand hat nichts mit dem Fußball zu tun, wie ich ihn kenne“, sagt Ex-Profi Bernd Eichmann, Trainer des TuS: „Ich möchte nicht in der Haut der Entscheider stecken, aber wie sollen wir Amateurvereine die hohen Hygienevorschriften einhalten? Fußball ist eine Kontaktsportart, und da wird ein Risiko bleiben – auch wenn ich natürlich gerne spielen würde.“

Das würde auch sein Kollege Martin Peter vom SC Halberg Brebach. Dem Saarlandliga-Dritten wurde bei der Ziehung am 17. November 2019 der dritte Regionalligist, die SV Elversberg, zugelost. „Bei uns stehen vier Franzosen im Kader, von denen ich nicht weiß, ob die dann spielen dürfen“, gibt Peter zu bedenken.