Saarlandmeisterschaften im Surfen am Bostalsee

Surfen : Mit richtig viel Wind in den Segeln

Am Bostalsee wurden am Wochenende die Offenen Saarlandmeisterschaften im Surfen ausgetragen. Vor allem am Samstag hatten die Sportler mit dem Wind zu kämpfen. So mancher wurde sogar vom Brett geweht.

Die heftigen Windböen am Bostalsee hatten es den Surfern angetan. Bei den Offenen Saarlandmeisterschaften waren am Wochenende so viele Teilnehmer wie lange nicht auf den Surfbrettern. „42 Teilnehmer am ersten und 44 am zweiten Wettbewerbstag, eine ganz tolle Surfer-Schar ist da“, freute sich Regatta-Organisator Roland Boettcher.

Während der fünf Wettfahrten am Samstag wurden die Surfer von Windböen mit mehr als 20 Knoten über die Oberfläche des Badesees getrieben. „Es waren sehr gute Bedingungen und wir sind mit etwa 40 Stundenkilometern über den See gefahren“, meinte Carsten Burger, stellvertretender Vorsitzender des Windsurfclubs Saar (WSCS). Der Bostalsee, so Burger weiter, sei in der Windsurfer-Szene als Austragungsort für die windreichste Regatta im Westen bekannt. „Da waren diesmal schon Böen mit Windstärke sechs dabei“, sagte Burger.

Vier Kilometer lang war der Olympische Dreieckskurs mit Schleife am ersten Wettfahrttag, bei dem die Erwachsenen dreimal bis zur Luvtonne hochkreuzen mussten. „Unterwegs hat der Wind mehrfach gedreht. Man muss nah an die Tonne ran, wenn man einen weiten Bogen fährt, entsteht auch mal schnell ein Gerangel bei der Wende“, berichtete Burger.

Vorne weg machte in der Raceboard-Klasse wie in den beiden Vorjahren Fabian Aldinger aus Mainz vor Toni Stadler vom Chiemsee das Rennen. Platz vier ging an den 19-jährigen Saarländer Robin Rockenbauch vom WSCS. „Er fährt schon bei den Erwachsenen ganz vorne mit“, freute sich Burger. Dabei startete der Junior mit einem 8,5 Quadratmeter Segel. In der Raceboard-Klasse sind bei den Erwachsenen Segel bis maximal 9,5 Quadratmeter zugelassen. „Der eine Meter macht schon einen großen Unterschied aus“, erklärte Burger. Er kam mit dem Team des WSCS auf Rang drei, was die Fahrkarte für die deutsche Meisterschaft auf dem Dümmer See in Niedersachsen bedeutete. „Wir fahren unter den 20 besten Teams Deutschlands mit und haben nun am Bostalsee den Heimvorteil ausgenutzt“, sagte Burger.

Beim Nachwuchs holte sich seine Tochter Emily im U 15-Wettbewerb den Saarlandmeistertitel, Sohnemann Felix gewann die U 13-Meisterschaft in der Klasse Bic Techno 293, Kai Hoffmann (alle WSCS) bei den Herren. „Der Wind war so heftig, dass ich ab und zu ins Wasser gefallen bin“, berichtete Felix Burger von seinem Rennen.

Am zweiten Wettfahrttag war es für alle Teilnehmer wesentlich entspannter auf dem Surfbrett. „Teilweise war es windstill, dann hatten wir mal höchstens Windstärke eins“, blickte Burger zurück. Regatta-Organisator Boettcher war nicht nur von der Qualität der beiden Wettfahrttage überaus angetan. Er erklärte: „Organisatorisch haben wir alles durchziehen können und die hohe Teilnehmerzahl verdeutlicht den Stellenwert des Saar-Surf-Cups sowie des Bostalsees als Anziehungspunkt.“

 www.windsurfclub-saar.de

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