Saarlandliga: Schwalbach schöpft nach 4:0 gegen Rastpfuhl neue Hoffnung

Fußball-Saarlandliga : FC Rastpfuhl kaum noch zu retten

Der FV Schwalbach ist durch einen 4:0-Erfolg gegen Schlusslicht Rastpfuhl vom vorletzten auf Platz 14 der Fußball-Saarlandliga vorgerückt. Während der FV nun auf den Ligaverbleib hofft, bräuchte Rastpfuhl ein kleines Wunder.

„Wenn du mehr als die halbe Saison Letzter bist und dann wieder Chancen auf den Ligaverbleib hast, dann tut das richtig gut“, jubelte Dimitri Abazadze, Trainer des FV Schwalbach, am Sonntag nach dem 4:0-Heimsieg seiner Mannschaft im Kellerduell gegen Schlusslicht FC Rastpfuhl.

Durch den Erfolg kletterte seine Mannschaft drei Spieltage vor dem Rundenende vom vorletzten auf den 14. Tabellenplatz. Der könnte am Saisonende unter Umständen zum Klassenverbleib reichen. Um ganz sicher zu gehen, müssten die Grün-Weißen aber noch ein weiteres Team überholen. Das scheint auch noch möglich. Denn die vor dem FV platzierten Teams, der FC Homburg II und die FSG Ottweiler-Steinbach II, haben nur drei Zähler mehr.

Während beim FV die Hoffnung auf den Ligaverbleib lebt, ist sie in Rastpfuhl spätestens am Sonntag fast gestorben. Der personell arg gebeutelte Aufsteiger, der nach der Winterpause erst einen Punkt holte, hat jetzt vier Punkte Rückstand aufs rettende Ufer (bei drei sportlichen Absteigern). Sollte es deren vier geben, wären es sogar sieben Zähler. „Es wird verdammt schwer, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Fußball kann ja alles passieren“, sagt Spielertrainer Christian Puff.

Zum Spiel: In der 16. Minute konnte Rastpfuhls Torwart Tobias Knapp den durchgebrochenen Felix Martin nur durch ein Foulspiel im Strafraum stoppen. Den fälligen Elfer verwandelte Justin Mayan zum 1:0. In der 29. Minute tauchte Samed Karatas frei vor dem Gehäuse auf und vollstreckte zum 2:0. Nur sechs Minuten danach fiel die Vorentscheidung. Schwalbachs Winter-Neuzugang Nordine Acharid (kam aus Köllerbach) flankte zu Maximilian Gabriel, und der vollstreckte zum 3:0. Vier Minuten vor der Pause beförderte Karatas eine Hereingabe zum 4:0 ins Eck. In der zweiten Hälfte ließ Schwalbach Chancen liegen, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Unter anderem scheiterte Karatas aus kurzer Distanz an der Latte. „Das war aber auch das einzige Manko. Ansonsten war das eine sehr gute Leistung von uns“, freute sich Abazadze. Bei Rastpfuhl musste man sich dagegen nicht nur über die Niederlage, sondern auch über einen Einbruch ins Clubheim in der Nacht von Samstag auf Sonntag ärgern. „Dabei entstand Sachschaden an den Türen“, berichtete Puff. Die Beute der Einbrecher war dagegen äußerst gering. „Ein paar Bier und ein paar Würstchen“, erklärte Puff.

Immerhin eine positive Nachricht gab es dann aber doch noch für den Saarbrücker Stadtteil-Club. Der FC konnte sich die Dienste eines prominenten Neuzugangs für die nächste Spielzeit sichern. Von Oberligist FC Hertha Wiesbach wechselt Mittelfeldspieler Maurice Urnau nach Rastpfuhl.