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Saarlandlauf: Achte Etappe von St. Wendel an den Bostalsee

Laufen : An der Grenze des Landes, nicht der Läufer

Der Saarlandlauf führt Sportler in 20 Etappen einmal rund um unser Bundesland. Mehr als das Tempo stehen dabei die Natur und die Sehenswürdigkeiten im Blickpunkt. Das achte Teilstück begann in St. Wendel und endete am Bostalsee.

Das Saarland weist eine Fläche von rund 2570 Quadratkilometern auf. Derzeit bewegen sich etappenweise Läufer über den Saarland-Rundwanderweg, der auf einer Länge von 388 Kilometern einmal rund ums Land führt.

Das achte Teilstück des in diesem Jahr erstmals veranstalteten Saarlandlaufes ging am Sonntag von St. Wendel bis nach Bosen. Dabei vermeldeten die Abschnittspaten vom Lauftreff Mauschbach laut des Vorsitzenden Klaus-Dieter Schreyer mit 138 Teilnehmern die bisherige Rekordbeteiligung. „Eine tolle Sache für uns“, freute sich Schreyer.

Der Saarlandlauf ist ohne Zeitmessung – und nichts für Tempobolzer. Die Läufer sollen stattdessen die Natur und die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke genießen. Auf der ehemaligen Bahntrasse in St. Wendel versammelte sich der Pulk am Startpunkt. „Wir haben die Läufer in drei Gruppen mit unterschiedlichem Tempo eingeteilt, zwölf Gruppenleiter sind vom Verein dabei“, erklärte Schreyer. Vor ihnen lagen rund 20 Kilometer bis an den Bostalsee.

 Am „Großen Fuß“ auf der Baltersweiler Höhe versorgte Bertin Dillinger den Tross mit Informationen über die Straße der Skulpturen. Entlang weiterer imposanter Kunstwerke joggten die drei Gruppen zum Rastplatz auf dem Gelände des Güdesweiler Wandervereins. „Alles ist völlig entspannt und gemütlich“, sagte der Kurzstrecken-Spezialist Florian Lauk aus Theley.

Auch der Mauschbacher Triathlet Philipp Sahm sowie Halbmarathon-Experte Ramon Bernardon aus Türkismühle waren in der „schnellen Gruppe“ vertreten. Der Rehlinger Michael Blank bog mit der Gruppe zwei an die Wanderhütte ab. „Eine Etappe habe ich verpasst, jetzt versuche ich, bei den folgenden immer dabei zu sein“, sagte Blank. Die vorige Etappe von Bexbach nach St. Wendel mit 600 Höhenmetern sei schon anstrengend gewesen. „Wir übernehmen mit dem Verein in Rehlingen auch die Betreuung während einer Etappe“, berichtete Blank.

Franz Germann aus Baltersweiler absolvierte die Tour gemeinsam mit Vierbeiner Jonny, einem Galgo-Mix aus Spanien. „Jonny ist ein Ultraläufer, leider haben wir eine Etappe verpennt“, sagte Germann.

 15 Läufer betreute Manfred Klein in Gruppe drei. „Hier ist niemand mehr hinter mir“, so Klein. Mittendrin war die 71-jährige Ellen Palm aus Morscholz. „Das Wetter ist top, man kann zwischendrin gehen und lachen“, freute sich die Seniorin. Nach etwas mehr als zwei Stunden kamen die Läufer am Bostalsee zum abschießenden gemütlichen Beisammensein im Zelt am Musikpavillon an.

Die neunte Etappe, betreut vom LTF Selbach, wird am 8. Dezember gestartet und führt über 21 Kilometer von Bosen nach Nonnweiler.