Saarländischer Fußball-Verband verleiht in Völklingen Sparkassen-Fairplay-Preis

Fairplay-Preis : „Es ist wichtig, anständig zu spielen“

Fußball-Verband zeichnete in Völklingen die fairsten Mannschaften der vergangenen Saison aus, darunter fünf Teams aus dem Landkreis.

„Wir wollen heute feiern, was ihr geleistet habt“, sagte Musiker Dede Vavi. Dabei geht es beim Sparkassen-Fairplay-Preis des Saarländischen Fußball-Verbands (SFV) eigentlich um das, was sich Spieler und Vereine nicht geleistet haben: gelbe und rote Karten, Zeitstrafen und andere Vergehen. „Sportliche Ziele sind wichtig“, betonte Cornelia Hofmann-Bethscheider. Die Präsidentin des Sparkassenverbands Saar erklärte bei der Preisverleihung im Clubheim des SV Röchling Völklingen: „Aber mindestens genauso wichtig ist es, mit welchen Mitteln man seinie Ziele erreicht.“ SFV-Vize-Präsident Adrian Zöhler betonte: „Trainer und Betreuer sind beim Fairplay Schlüsselfiguren. Sie müssen es vorleben.“

So wie Trainer Markus Dengel von den Sportfreunden Heidstock. „Man kann von außen schon beruhigend einwirken – auch wenn es darum geht, Entscheidungen von Schiedsrichtern zu akzeptieren. Entscheidend sind aber die Jungs, die es auf dem Platz umsetzen müssen“, sagte Dengel. Für ihn und seinen Verein sei es eine „perfekte Spielzeit“ gewesen: „Mit der C-Jugend wurden wir Meister und Zweiter der Fairplay-Liste, bei der B-Jugend war es umgekehrt.“ In insgesamt 30 Spielen kassierten beide Heidstocker Mannschaften nur drei gelbe Karten. Dafür gab es Urkunden und insgesamt 900 Euro für die Mannschaftskasse.

„Das ist eine schöne Bestätigung für die Jungs – nicht nur wegen des Geldes“, meinte Frank Bastian, Jugendleiter beim SV Saar 05 Saarbrücken, dessen C 2- und B 2-Mannschaft jeweils den dritten Platz in der Fairplay-Wertung des SFV erreichten. Bastian sagte: „Kein Trainer hat das Saisonziel, diesen Preis zu gewinnen. Aber Fairplay hat einen hohen Stellenwert. Es ist wichtig, anständig zu spielen.“

Im Herren-Bereich durfte sich Kreisliga-Meister 1. FC Saarbrücken II über die Siegerurkunde und 1000 Euro Preisgeld freuen. Jeweils 700 Euro gingen an die SF Dörrenbach und die SF Güdesweiler II, die gemeinsam auf dem zweiten Platz der Fairplay-Tabelle landeten. Dritter wurde mit dem SV Überroth II ebenfalls eine Mannschaft aus dem Landkreis St. Wendel.

Auch im Bereich Frauenfußball war mit der SG Nahe eine Mannschaft aus dem Landkreis ganz vorne dabei. Für den zweiten Platz in der Fairplay-Wertung gab es 600 Euro für die Mannschaftskasse. „Leider lassen uns die wenigen Spiele mit ernsten Vorkommnissen mehr aufhorchen, als die vielen tausend Spiele, die ohne Zwischenfälle ablaufen“, sagte Rainer Bommer. Der Vorsitzende der Kommission Ehrenamt, Integration und Fairplay im SFV ergänzte: „Es ist die Aufgabe von uns allen, den Faiplay-Gedanken weiterzutransportieren und zu leben.“

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