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Ringer-Bundesliga
Heusweiler will es in Urloffen wissen

Cacan Cakmak, der Trainer des AC Heusweiler, fährt mit seinem Team nicht nach Urloffen, „um die Punkte einfach nur abzugeben“.
Cacan Cakmak, der Trainer des AC Heusweiler, fährt mit seinem Team nicht nach Urloffen, „um die Punkte einfach nur abzugeben“. FOTO: Andreas Schlichter
Köllerbach/Hüttigweiler/Heusweiler/Riegelsberg. Ringer-Bundesligist kann mit Auswärtssieg seine Playoff-Chancen wahren. KSV Köllerbach empfängt Riegelsberg, der ASV Hüttigweiler Adelhausen. Von Patric Cordier

„Wir schauen von Kampf zu Kampf“, hatte Cacan Cakmak, der Trainer des Ringer-Bundesligisten AC Heusweiler, zu den eigenen Chancen auf Platz drei der Vorrundentabelle gesagt und damit eine unter Sportlern sehr beliebte Floskel bemüht. Rang drei könnte nämlich zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen.


Soll der Sprung unter die besten acht Mannschaften in Deutschland gelingen, dann müsste Heusweiler am morgigen Samstag aber seinen Kampf beim ASV Urloffen unbedingt gewinnen, denn noch liegen die Saarländer vier Zähler hinter den Schwarzwäldern. „Wir waren im Hinkampf ja dicht dran, das sollte uns zusätzliche Motivation geben“, sagt Cakmak. Damals hatte Heusweilers Daniel Meiser mit einem Sieg im Nachholkampf gegen Urloffens Chlovelle van Meier die Chance, die Punkte ins Saarland zu holen, verlor aber auch, weil die Auslegung der Passivitätsregel von Mattenleiter zu Mattenleiter durchaus unterschiedlich ist. „Das ist Vergangenheit. Eine Mannschaft besteht aus zehn Ringern, und die müssen es gemeinsam stemmen“, sagt Cakmak, „beide Mannschaften werden in Bestbesetzung antreten, denn beide wissen um was es geht. Wenn Urloffen gewinnt, sind sie kaum noch einzuholen. Wir fahren aber nicht da hin, um die Punkte einfach nur abzugeben.“

Punkte holen – das dürfte für den ASV Hüttigweiler und den KV Riegelsberg an diesem Samstag durchaus schwierig werden, treffen beide Mannschaften doch auf die überragenden Clubs der Liga. Hüttigweiler empfängt dabei den TuS Adelhausen in der Welschbachhalle. „Wir wollen uns möglichst gut verkaufen und den Zuschauern spannende Kämpfe liefern“, sagt ASV-Trainer Christoph Gall vor der Herkulesaufgabe. Dass Hüttigweiler die „Großen“ ärgern kann, hat man gegen den Saar-Rivalen KSV Köllerbach gezeigt, als die einzelnen Kämpfe deutlich enger waren als das 4:17-Endergebnis.



27:0 siegte Köllerbach in der Hinrunde in Riegelsberg. Alles andere als ein ähnlich klares Ergebnis wäre am Samstag in der Köllerbacher Kyllberghalle schon eine große Überraschung. „Es hilft nichts, immer über unsere Verletztenmisere zu klagen“, sagt Riegelsbergs sportlicher Leiter Edgar Paulus, „wir müssen die Situation so annehmen und das Beste daraus machen.“ Dass beim KSV Köllerbach Nils Klein wegen einer Knochenabsplitterung am Finger, die operativ behandelt werden musste, ausfällt, macht den Leistungsunterschied nicht kleiner. Schließlich hat Köllerbach viele Variationsmöglichkeiten.

„Wir haben eine ausgezeichnete Stimmung. Jeder ist bereit, für die Mannschaft mal stilartfremd oder in einer anderen Gewichtsklasse zu ringen“ sagt Thomas Geid, der Mannschaftsverantwortliche beim KSV, „ich denke, wir werden gegen Riegelsberg mit einer ähnlichen Aufstellung antreten wie beim in Freiburg.“ Der Schlüsselkampf in der Vorrunde für den KSV findet erst am 1. Dezember beim Spitzenreiter Adelhausen statt. Am morgigen Samstag beginnen alle Kämpfe um 19.30 Uhr.