1. Sport
  2. Saar-Sport

Saarbrücken spielt sich ins Pokalfinale

Saarbrücken spielt sich ins Pokalfinale

Der FCS schlägt den FC Homburg mit 3:1 und steht nun gegen die SV Elversberg im Endspiel um den Fußball-Saarlandpokal.

Der 1. FC Saarbrücken folgt der SV Elversberg ins Endspiel um den Fußball-Saarlandpokal. Die Blau-Schwarzen siegten gestern Abend im Völklinger Hermann-Neuberger Stadion gegen den Regionalliga-Konkurrenten FC Homburg mit 3:1 (2:0). Mann des Abends war Saarbrückens Torjäger Patrick Schmidt, der zwei Treffer gegen seinen Ex-Verein erzielte. "Unsere Tore fielen immer genau im richtigen Moment", sagte Schmidt nach dem Schlusspfiff, "jetzt stehen wir im Endspiel und wollen es auch gewinnen".

Saarbrücken startete mit einer Veränderung gegenüber dem 4:0-Erfolg bei Eintracht Trier: Marco Holz rückte für Jordan Steiner in die Startelf. Homburgs Trainer Jens Kiefer brachte Christian Lensch, Manuel Fischer und Marco Gaiser für Mark Gallego, Andreas Gäbler und Chadli Amri.

Die Gastgeber begannen furios. Alexandre Mendy spielte auf der rechten Außenbahn Christian Lensch schwindlig. Sein Rückpass erreichte Patrick Schmidt, der den Ball aus zehn Metern unhaltbar für FCH-Schlussmann Niklas Jakusch ins Netz drosch. Da waren gerade einmal drei Minuten im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion gespielt. Zwölf Zeigerumdrehungen später hätte die Partie schon entschieden sein können. Homburgs Steven Kröner haute im Strafraum Schmidt von den Beinen, der ansonsten sehr kleinlich pfeifende Schiedsrichter Timo Klein (Neunkirchen) übersah den klaren Strafstoß. Der FCS stellte daraufhin den Spielbetrieb vorübergehend ein, überließ dem FC Homburg die Verantwortung fürs Spiel. Fast folgerichtig tauchte Timo Cecen ganz frei vorm FCS-Tor auf, doch Torwart Ricco Cymer verkürzte ganz stark den Winkel (17.). Vier Minuten später schoss Cecen aus der Drehung, aber wieder war Cymer zur Stelle und konnte entschärfen. Gut eine halbe Stunde war gespielt als sich die Augen der 3349 Zuschauer wieder auf den Unparteiischen. Kröner rammte Peter Chrappan an der Strafraumgrenze um, wieder blieb die Pfeife von Klein stumm. Chrappan blieb zur zweiten Hälfte angeschlagen in der Kabine. Vier Minuten vor der Pause machte der FCS den nächsten Schritt Richtung Finale. Markus Mendler trat einen Freistoß von der linken Seite vors Tor, Kevin Behrens hatte dort die Lufthoheit und köpfte zum 2:0 ein.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff war Mendy am eigenen Strafraum dann Ausgangspunkt der Vorentscheidung. Nach Doppelpass mit Kapitän Manuel Zeitz und einem Sprint über den ganzen Platz bediente der Franzose erneut Torjäger Schmidt, der Jakusch wieder keine Abwehrchance ließ - das 3:0 (48.). Die Hausherren im Völklinger Exil waren hernach dem vierten Treffer näher als die Gäste dem Anschluss. Nach einer Pass-Stafette im Homburger Strafraum scheiterte Holz am besten Homburger - Torwart Jakusch. Die Grün-Weißen wackelten in der Defensive, in der Offensive waren sie einfallslos. Und während die FCS-Fans ausgelassen den Sieg über den "Erzfeind" feierten, forderte ein Teil der 250 mitgereisten Homburger die Freistellung von Trainer Kiefer. "Wir sind großes Risiko gegangen und wurden dafür nicht belohnt ", so Kiefer, "wir müssen jetzt alles Negative ausblenden, was jetzt auf uns hereinbricht."

 Saarbrückens Markus Mendler (l.) im Zweikampf mit Tim Stegerer.
Saarbrückens Markus Mendler (l.) im Zweikampf mit Tim Stegerer.

Daran ändert auch der Anschlusstreffer in der 70. Minute wenig. Marco Gaiser eroberte den Ball im Mittelfeld, Kai Hesse vernaschte den eingewechselten Daniel Döringer, nutze die einzige Gelegenheit im zweiten Durchgang zum 1:3. "Saarbrücken macht vorne seine Tore, wir nicht, darum haben wir verdient verloren", sagte Hesse. Homburg kann zumindest einen Erfolg verbuchen: Das Waldstadion ist die erste Wahl als Endspielort.