Saar-Vereine mit positiver Halbzeitbilanz in der Bundesliga der Ringer

Ringer-Bundesliga : Saar-Vereine mit positiver Halbzeitbilanz

In der Ringer-Bundesliga Südwest geht der KSV Köllerbach als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte.

Halbzeit in der Ringer-Bundesliga Gruppe Südwest. Und nach neun Kämpfen fällt das Zwischenfazit für die insgesamt vier saarländischen Vereine durchweg positiv aus. „Was diese Herbstmeisterschaft aussagt? Dass wir die beste Mannschaft der Vorrunde stellen konnten“, nimmt Thomas Geid, der Mannschaftsverantwortliche beim KSV Köllerbach, den momentanen Stand eher beiläufig zur Kenntniss. Der KSV steht an der Spitze und konnte vor allem den wichtigen Heimkampf gegen den stärksten – viele sagen einzigen – Konkurrenten TuS Adelhausen mit 14:9 für sich entscheiden.

Beim TuS fällt aber mit Peter Öhler zur Rückrunde ein ganz starker Mann wegen doppeltem Kreuzbandriss aus. „Das ist bitter für den Verein, aber Adelhausen bleibt brandgefährlich, zumal wir noch dort antreten müssen. Aber ich glaube, dass wir nach dem Stilart-Wechsel vielleicht sogar noch etwas stärker stehen als bislang“, so Geid weiter. In der Rückrunde werden die Gewichtsklassen, die bislang im klassischen Stil gekämpft wurden, im Freistil ausgetragen und umgekehrt. Darum wird auch der saarländische Vorzeigeringer Etienne Kinsinger ins Team zurückkehren.

„Auch wir mussten in allen Kämpfen unsere Leistung abrufen. Die Leistungsdichte ist größer geworden, und das wollen wir doch alle“, zieht Geid ein positives Resümee: „Wir stehen im Vergleich mit den südbadischen Vereinen unserer Gruppe deutlich besser da.“

Am besten steht der AC Heusweiler – direkt hinter den beiden Favoriten auf Rang drei. „Das darf man nicht überbewerten, denn die Mannschaften sind dicht beisammen. Und ich fürchte, es wird in der Rückrunde für uns etwas schwerer“, sagt Heusweilers Trainer Cacan Cakmak. Der Aufschwung der Heusweiler ist eng mit den Neuzugängen Gennadji Cudinovic und Nico Zarcone (beide zuvor Köllerbach) verbunden, die jeweils alle ihre Kämpfe gewinnen konnten.

Nur ein Punkt hinter Heusweiler hat auch der ASV Hüttigweiler das Achtelfinale noch im Blick. „In Freiburg und Heusweiler hätten wir auch gewinnen können, selbst gegen Adelhausen hatten wir eine Chance. Das ärgert dich dann zwar, aber es zeigt auch, dass wir unser Saisonziel ‚Nicht Letzter werden‘ durchaus erreichen können“, analysiert ASV-Trainer Christoph Gall augenzwinkernd, „wir haben einen tollen Zuschauerschnitt. Auch das zählt. Ich glaube allerdings, dass uns der Stilart-Wechsel in diesem Jahr nicht so in die Karten spielt.“

Positiv überrascht hat der KV Riegelsberg. Trotz anhaltender Verletzungsprobleme konnte der KVR bislang zwei Kämpfe für sich entscheiden – doppelt so viele wie in der gesamten vergangenen Saison. „Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft“, sagt Cheftrainer Edgar Paulus und freut sich auf die Rückrunde: „Bei vielen Vereinen werden wegen der Olympia-Vorbereitung Athleten fehlen. Dann muss man von Woche zu Woche sehen, was geht.“

Die ersten beiden Teams nach Ende der Vorrunde erreichen sicher das Achtelfinale. Der Tabellenführer geht bei der Auslosung den Spitzenreitern der anderen Gruppen aus dem Weg. Wie wichtig das sein kann, hat Köllerbach im Vorjahr gesehen, als der KSV gegen den späteren Meister und auch diesmal haushohen Titelfavoriten Wacker Burghausen die Segel streichen musste. Von den drei Drittplatzierten der drei Bundesliga-Gruppen werden zwei ausgelost, die dann in die Playoffs einziehen.

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