Saar-Ringer setzen bei Greco-DM in Kaufbeuren auf Kinsinger und Fischer

Ringen : Hoffen auf Kinsinger und Fischer

Deutsche Meisterschaften der Griechisch-römisch-Ringer in Kaufbeuren stehen an.

Sieben Medaillen, davon drei goldene, haben die saarländischen Freistil-Ringer bei der deutschen Meisterschaft in Riegelsberg gewonnen und damit die Messlatte für die Kollegen im griechisch-römischen Stil für deren nationalen Titelkämpfe hochgelegt. „Wir freuen uns über die Erfolge, schließlich tragen auch sie zum Erhalt des Stützpunkts in Saarbrücken bei“, sagt Greco-Landestrainer Frank Hartmann vor den Kämpfen in Kaufbeuren an diesem Wochenende: „Wir fahren mit einem personell geschwächten Team nach Bayern. Trotzdem haben auch wir Chancen auf Edelmetall.“

Fehlen werden Marc-Antonio von Tugginer (er heiratet), sein Bruder Urs (Prüfung bei der Polizei), Till Bialek (Entzündung im Bein nach Insektenstich), Timo Badusch (Aufbautraining nach Schulter-Operation), Daniel Meiser (berufliche Gründe) und Konstantin Schneider, der ja mittlerweile als Trainer in China arbeitet.

„Ich denke, Jan Fischer und Etienne Kinsinger werden unsere heißesten Eisen im Feuer sein“, sagt Hartmann, der nach einer schweren Erkrankung in dieser Woche erst wieder in die tägliche Arbeit zurückgekehrt ist. Darum werden am Wochenende auch Albert Nourov und Jens Wagner die Sportler betreuen. Routinier Fischer (KV Riegelsberg) wird es in der Klasse bis 87 Kilo auch mit Sebastian Janowski (AC Heusweiler) zu tun bekommen. Kinsinger (KSV Köllerbach) wird in der Klasse bis 63 Kilo starten. „Die internationalen Topathleten starten in einer höheren Gewichtsklasse als sonst“, erklärt Hartmann: „Sie haben dieses Jahr ein enormes Pensum vor sich mit der Weltmeisterschaft, die gleichzeitig Olympia-Qualifikation ist, als Höhepunkt.“

Der Einsatz von Pajtim Sefaj (77 Kilo, Köllerbach) ist wegen Schulterproblemen noch offen. Steven Ecker (55 Kilo, Köllerbach) sowie die beiden Riegelsberger Kai Stein (77 Kilo) und Ruhullah Gürler (72 Kilo) komplettieren das Team des Saarländischen Ringerverbands. „Die Vorbereitung läuft eigentlich schon seit dem Ende der Bundesliga-Saison im Dezember“, sagt Gürler, der in der höchsten deutschen Liga für den ASV Mainz antritt. „Mein Ziel ist es, mich in diesem Jahr für internationale Aufgaben zu empfehlen“, sagt der 22-jährige Student.

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