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Saar 05: Sorge um Trainingszeiten auf dem Saarbrücker Kieselhumes

Saar 05: Sorge um Trainingszeiten auf dem Saarbrücker Kieselhumes

Saarbrücken. Die Ankündigung der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, auf dem Saarbrücker Kieselhumes unterhalb des Stadions ein Kunstrasenplatz auf Stadtkosten zu bauen (die SZ berichtete), hat für Wirbel gesorgt - vor allem bei den Verantwortlichen des SV Saar 05 Saarbrücken

Saarbrücken. Die Ankündigung der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, auf dem Saarbrücker Kieselhumes unterhalb des Stadions ein Kunstrasenplatz auf Stadtkosten zu bauen (die SZ berichtete), hat für Wirbel gesorgt - vor allem bei den Verantwortlichen des SV Saar 05 Saarbrücken. Uli Möhler, Vize-Präsident von Saar 05, befürchtet, dass sein Verein im Falle des Kunstrasenbaus den Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken weichen muss - und zwar nicht nur der Bundesliga-Mannschaft, sondern auch den anderen Mannschaften der FCS-Frauenabteilung. "Es besteht die Gefahr, dass wir dann nur noch die Restzeiten abkriegen", macht sich Uli Möhler Sorgen um seinen Verein, "wir haben in der Vergangenheit meistens den Kürzeren gezogen".

Derzeit trainieren auf dem Saarbrücker Kieselhumes 250 Spieler der Fußball-Abteilung Saar 05 Jugend, deren erste Mannschaft gerade im Begriff ist, in die Landesliga aufzusteigen. Weil die 150 Sportler der Hockeyabteilung derzeit auch einen Platz suchen, favorisiert Möhler einen kombinierten Kunstrasen - für seine Fußball- und seine Hockeyspieler.

Saarbrückens Sportdezernent Paul Borgard (Foto: SZ) kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen. "Bisher liegt nur das Anzeigen einer Lösungsmöglichkeit vor", sagt Borgard. "Die Stadt überlegt, einen Kunstrasenplatz zu bauen - aber es gibt noch keine Planungen oder eine finanzielle Prüfung des Projektes." Außerdem hätte sich der Stadtrat mit der Thematik noch gar nicht befassen können: "Am 24. Februar ist die nächste Sportausschuss-Sitzung, da wird das frühestens zur Sprache kommen."

Borgard weiß um die Überfrequentierung am Kieselhumes, kennt die Sorgen und Nöte - sowohl des SV Saar 05 als auch der Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken. Da sich beide Vereine in Sachen Nutzung offenbar nicht grün sind, wollte die Stadt den gordischen Knoten zerschlagen, selbst als Bauherr auftreten und über einen Belegungsplan die Trainingszeiten gerecht verteilen. "Beide Vereine sitzen mit im Boot", sagt Borgard, "das weiß auch Saar 05". Der Sportdezernent spricht von einer "unseligen Diskussion. Da wird jetzt etwas künstlich an den Haaren herbeigezogen, was so nicht stimmt." Der FCS komme allenfalls mit seiner Bundesliga-Mannschaft für den Kieselhumes in Frage. "Der Platz könnte ein Geschenk für beide Vereine sein", bekräftigt Borgard. Uli Möhler kommentiert dies wie folgt: "Sein Wort in Gottes Ohr."