Saar 05 Saarbrücken startet mit jungen Kader in die Saisonvorbereitung

Saarlandliga : Bei Saar 05 wird der Name zum Programm

Mit einem stark verjüngten Kader starten die Saarbrücker in die Saisonvorbereitung. Trainer Timon Seibert hofft trotz der Abgänge von einigen Stammspielern auf einen vorderen Tabellenplatz in der Fußball-Saarlandliga.

Seit der Neugründung vor elf Jahren heißt die Fußball-Sparte von Saar 05 mit vollem Namen „SV Saar 05 Saarbrücken Abteilung Jugendfußball“. Jetzt wird der Name sozusagen zum Programm. Denn in der kommenden Saison in der Saarlandliga werden die St. Johanner mit einem ganz jungen Kader an den Start gehen. „Genau 15 meiner Spieler sind Jahrgang 1998 oder jünger“, erklärt Trainer Timon Seibert. An diesem Donnerstag, 13. Juni, bittet der 36-Jährige seinen Kader zur ersten Trainingseinheit in der Saisonvorbereitung auf den Platz.

Mit dabei sind sieben Neuzugänge. Alle kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Sechs Spieler aus der U 19. Zudem rückt Manassé Ndombele aus der U 23, die aus der Verbandsliga Süd/West abgestiegen ist, in den Saarlandliga-Kader auf. „Alle Neuen sind sehr talentiert“, sagt Seibert. Robin Reutler schoss in der vergangenen Saison beispielsweise 18 Treffer in der U 19-Regionalliga Süd/West – und das, obwohl er noch zum jüngeren Jahrgang zählte und die Mannschaft als Tabellenvorletzter abgestiegen ist. „Er ist ein Riesen-Talent, aber auch Alex Oroszi ist beispielsweise sehr stark“, erklärt Seibert. Und er ergänzt: „Damit die jungen auch Spielpraxis bekommen, werden wir nicht viele externe Neuzugänge holen.“

Stand heute gibt es bei Saar 05 keinen Neuzugang von einem anderen Verein. Das könnte sich aber noch ändern. Abgeschlossen sind die Personalplanungen noch nicht. Denn schließlich verliert der Verein einige Stammspieler aus der vergangenen Saison, die die Saarbrücker auf Tabellenplatz sechs beendet haben. Der 34 Jahre alte Routinier Giuseppe Vituzzi wird beispielsweise pausieren. Nicola Petrov muss wegen anhaltender Rückenprobleme seine Karriere beenden. Zudem zieht der 22-Jährige nach Nürnberg um.

Vier Spieler haben sich zu einem Vereinswechsel entschlossen: Der 20-jährige Angreifer Christian Sossah, dem in seiner ersten Saison im Aktivenbereich elf Treffer gelangen, will sich bei Oberligist FC Hertha Wiesbach beweisen. Die anderen drei Abgänge der 05er sind alle 20 Jahre alt und schließen sich Ligakonkurrenten an: Carsten Jüptner den SF Köllerbach, Julian Flammann Borussia Neunkirchen und Rouven Osthoff Aufsteiger FV Bischmisheim.

Trotz des Verlusts von Stammspielern will Seibert ähnlich abschneiden wie in der vergangenen Spielzeit. „Rang sechs in der letzten Saison war ein ordentliches Ergebnis. Wenn wir dieses wiederholen können, wäre das super“, erklärt der Übungsleiter. Der 36-Jährige ergänzt: „Ich bin gespannt, wie die Saison sein wird. Meiner Meinung nach ist die Liga noch ein Stück stärker geworden als letzte Saison.“

Mit dem VfB Dillingen und dem FSV Jägersburg kommen zwei Oberliga-Absteiger in die Saarlandliga, in der in der vergangenen Spielzeit zahlreiche Mannschaften dem späteren Meister SV Elversberg II dicht auf den Fersen waren. Dazu gehörte der SV Saar 05. Der ging als Tabellenzweiter in die Winterpause.

Doch eine Schwächephase nach dem Jahreswechsel hat den Kontakt nach ganz oben abreißen lassen. Von den ersten acht Partien nach der Winterpause gewannen die St. Johanner nur zwei. „Da mussten wir etwas Federn lassen, weil wir ein paar wichtige Ausfälle hatten. Zudem hat sich da die Doppelbelastung negativ ausgewirkt“, erklärt Seibert. Immer wieder mussten die 05er in dieser Phase Akteure zur abstiegsbedrohten zweiten Mannschaft in der Verbandsliga abstellen, da diese über einen zu kleinen Kader verfügte.

Die neue Saison wird für Timon Seibert übrigens die erste ohne seinen 39 Jahre alten Bruder an der Seitenlinie sein. Eric Seibert hat nach der gerade zu Ende gegangenen Runde aus familiären Gründen nach 22 Jahren als Spieler und Trainer in seinem Heimatverein sein Engagement bei den St. Johannern beendet (wir berichteten). Das Brüder-Duo stand seit der Neugründung 2008 stets gemeinsam auf der sportlichen Kommandobrücke und führte den Club von der Kreis- bis in die Regionalliga.

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