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Saar 05 mag die Regionalliga

Saar 05 mag die Regionalliga

Saar 05 ist Spitzenreiter der Oberliga. Deshalb beschäftigt sich der Aufsteiger mit dem Thema Regionalliga. Sollte der Durchmarsch gelingen, müssten sich die Saarbrücker nach einem neuen Spielort umsehen.

"Es wäre als Verein grob fahrlässig, wenn wir uns nicht mit dem Thema beschäftigen würden", sagt Frank Seibert, Vorsitzender des Aufsteigers Saar 05 Saarbrücken , auf die Frage, ob der Tabellenführer der Fußball-Oberliga Rheinland Pfalz/Saar mit der Planung für den Fall des Durchmarschs begonnen hat: "Es gibt einen Vorstandsbeschluss: Wenn wir uns sportlich qualifizieren, werden wir in die Regionalliga gehen." Der Club will sich wirtschaftlich aber "auf kein Harakiri einlassen. Wir werden nicht das gefährden, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Wir werden nur soviel Geld ausgeben, wie wir durch Sponsoren einnehmen", erklärt Seibert.

Knapp 150 000 Euro beträgt der Saisonetat. Für die Regionalliga müsste er erhöht werden. Potenzielle Geldgeber will Saar 05 mit einem Konzept überzeugen, dass sich von dem der saarländischen Regionalligisten 1. FC Saarbrücken , SV Elversberg und FC Homburg abhebt. "Wir alle ärgern uns, wenn talentierte Fußballer das Saarland verlassen", sagt Eugen Hach, Ex-Profi und sportlicher Leiter bei Saar 05: "Wir wollen Talente im Land halten. Ich bin davon überzeugt, dass man mit einer rein saarländischen Mannschaft in der Regionalliga bestehen kann. Und das auch, wenn man nicht das Vollprofitum einführt."

Beim Oberliga-Spitzenreiter kicken Akteure, die in der Regionalliga und höher gespielt haben, etwa Marc Birkenbach, David Seibert und Christoph Holste . Im Winter soll der frühere FCS-Spieler Nazif Hajdarovic kommen, der vereinslos ist und zuletzt in Luxemburg beim FC Wiltz unter Vertrag stand. "Sollten wir aufsteigen, sind die Jungs, die derzeit bei uns sind, unsere ersten Ansprechpartner", sagen Hach und Trainer Timon Seibert gleichlautend. Im Verein gibt es auch nur eine Meinung über den Spielort. "Wir wollen am Kieselhumes bleiben", betont Frank Seibert: "Das ist die Heimat des SV Saar 05." Doch vor dem Hintergrund notwendiger Investitionen in Sicherheit und Flutlicht sowie Problemen mit Anwohnern wegen des Lärms, erteilt die Stadt solchen Gedanken eine Absage. "Der Ausbau des städtischen Stadions am Kieselhumes ist kein Thema", sagt Pressesprecher Thomas Blug. Er ergänzt mit Blick auf ein Ausweichquartier: "Während der Zeit des Umbaus kann das Ludwigspark-Stadion voraussichtlich anderthalb Jahre nicht genutzt werden. In der Zeit muss sich der 1. FC Saarbrücken einen Ausweichspielort suchen. Für Saar 05 würde das Gleiche gelten."

Am Samstag, 14.30 Uhr, treten die "Söhne der Stadt", wie sich die 05er nennen, zum Topspiel beim Tabellenzweiten SC Hauenstein an. "Darum gehen meine Planungen erstmal nur bis Samstag", sagt Timon Seibert: "Natürlich wollen wir den Traum von der Regionalliga am Leben erhalten. Aber wenn ich mich jetzt mit etwas anderem beschäftigen würde als mit dem nächsten Gegner, wäre das grob fahrlässig."