Rückkehr ohne Norm

Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting hat nach 636 Tagen ein respektables Comeback gefeiert, die Olympia-Norm aber um 1,04 Meter verpasst. Beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Rom wurde der Berliner mit 63,96 Metern guter Dritter. Knapp 21 Monate nach seinem letzten Freiluft-Wettkampf blieb Harting im Stadio Olimpico gut einen Meter unter der Rio-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (65,00). Zwei Monate vor Olympia haben drei deutsche Werfer die Vorgabe bereits erfüllt - Harting hatte seinen für Mitte Mai geplanten Saisonstart auf Anfang Juni verschieben müssen. Zuletzt plagten ihn Verletzungen - im Brustmuskel und im Knie. An diesem Sonntag aber will er beim Diamond-League-Meeting in Birmingham nachziehen.

Unterdessen siegte in Rom bei ihrem Sturmlauf über 5000 Meter die Äthiopierin Almaz Ayana in glänzenden 14:12,59 Minuten - nur 1,44 Sekunden fehlten zum acht Jahre alten Weltrekord ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba . Speerwurf-Dritte wurde Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken mit 61,21 Metern, Weltmeisterin Katharina Molitor wurde mit 58,43 nur Siebte. Beim Höhepunkt des Abends setzte die Konkurrenz von Supersprinter Usain Bolt weitere Achtungszeichen: Dauerrivale Justin Gatlin aus den USA näherte sich als 100-Meter-Sieger in 9,93 Sekunden der Weltjahresbestzeit bis auf zwei Hundertstel.