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Rudern: Nach dem Olympia-Debakel brodelt es im Verband

Rudern: Nach dem Olympia-Debakel brodelt es im Verband

Düsseldorf. Der Deutsche Ruderverband (DRV) kommt nicht zur Ruhe. Nach der historischen Schlappe von Peking, wo der DRV erstmals seit 52 Jahren ohne olympische Goldmedaille blieb, regt sich heftige Kritik. So stellte Klaus-Dieter Lembke aus Protest seine Ämter zur Verfügung

Düsseldorf. Der Deutsche Ruderverband (DRV) kommt nicht zur Ruhe. Nach der historischen Schlappe von Peking, wo der DRV erstmals seit 52 Jahren ohne olympische Goldmedaille blieb, regt sich heftige Kritik. So stellte Klaus-Dieter Lembke aus Protest seine Ämter zur Verfügung. "Ohne personelle Konsequenzen wird das Ziel 2012 nicht erreicht werden können", klagte der frühere Vorsitzende des DRV-Länderrates. Im Zentrum der Kritik stehen Sportdirektor Michael Müller und der Sport-Vorsitzende Stefan Grünewald-Fischer. Beide werden für das schlechte Abschneiden mit nur einer Silber- und Bronzemedaille verantwortlich gemacht. Auch Verbandschef Siegfried Kaidel mochte die Olympia-Bilanz nicht schönreden: "Das ist niederschmetternd." Der Abwärtstrend veranlasste ihn zu einer Entmachtung von Grünewald-Fischer und Müller. Auf einer Vorstandssitzung erklärte der DRV-Vorsitzende den Leistungssport zur Chefsache: "Ohne meine Zustimmung läuft nichts mehr." dpa