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Ruddy M’Passi lässt Ex-Club alt aussehen

 Wiesbachs Giovanni Runco (links) setzt zum Torschuss an und lässt sich auch von Luka Dimitrijevic’ artistischer Einlage im Kung Fu-Stil nicht aus der Ruhe bringen. Beim Derby in Wiesbach kassierte der favorisierte Regionalliga-Absteiger Völklingen am Ende eine deutliche 0:3-Niederlage.
Wiesbachs Giovanni Runco (links) setzt zum Torschuss an und lässt sich auch von Luka Dimitrijevic’ artistischer Einlage im Kung Fu-Stil nicht aus der Ruhe bringen. Beim Derby in Wiesbach kassierte der favorisierte Regionalliga-Absteiger Völklingen am Ende eine deutliche 0:3-Niederlage. FOTO: Ruppenthal
In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar erwischten Derbysieger Wiesbach, Jägersburg und Aufsteiger Dillingen einen Auftakt nach Maß.

FC Hertha Wiesbach – SV Röchling Völklingen 3:0 (2:0). Vor 480 Zuschauern kam die neu formierte Mannschaft der Hertha zu einem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg gegen Regionalliga-Absteiger Röchling Völklingen, der nahezu in allen Belangen eine schwache Vorstellung zeigte. „Ich bin nicht nur vom Ergebnis enttäuscht, sondern auch von der Art und Weise wie es zustande kam“, erklärte Röchling-Trainer Günter Erhardt kopfschüttelnd. Die beiden ersten Treffer für die Hertha erzielte der erst letzte Woche verpflichtete Ruddy M’Passi, der vergangene Saison noch in Völklingen spielte, dort aber keinen neuen Vertrag erhielt. Bereits in der fünften Minute beförderte der 28-Jährige einen  Eckball des ebenfalls neu verpflichteten Lukas Feka am zweiten Pfosten zum 1:0 über die Linie. In der 42. Minute traf M’Passi im Nachschuss zum 2:0-Pausenstand, nachdem Völklingens Schlussmann Patrik Herbrand zuvor noch einen Seitfallzieher von Giovanni Runco pariert hatte. Auch im zweiten Abschnitt spielten die Gastgeber gefälliger. In der 68. Minute sorgte Wiesbachs zweiter Offensiv-Neuzugang, Norbert Neumann, mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung. Der 24-Jährige traf per Direktabnahme nach Vorarbeit von Runco ins lange Eck. „Ich bin froh, dass wir direkt im ersten Spiel gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind“, erklärte Hertha-Trainer Michael Petry. Nach einem Umbruch mit zehn Abgängen und 14 Neuzugängen war im Vorfeld nur schwer abzusehen, wie das Leistungsvermögen seines Teams sein würde. Mit dem Sieg gegen die hoch gehandelte Röchling-Elf setzte Wiesbach ein erstes Ausrufezeichen.


FC Hertha Wiesbach: Wamsbach - Staroscik, Umlauf (88. Lillig), Hinkelmann, Runco (84. Diallo), Lück, Schmidt, Krauß, Feka, Mpassi (72. Urnau), Neumann. Trainer: Michael Petry.

Röchling Völklingen: Herbrand - Weber, Kern, Heine (46. Meridja), Meßner (46. Avan), Zimmer, Dimitrijevic, Scheffer, Linn (63. Darkaoui), Issa, Dausend. Trainer: Günter Erhardt.



Tore: 1:0 Ruddy M’Passi (5.), 2:0 Ruddy M’Passi (42.), 3:0 Norbert Neumann (68.). Zuschauer: 480. Schiedsrichter: Philipp Michels (Oberkyll).

VfB Dillingen – TSV Emmelshausen 3:0 (0:0). Ein Auftakt nach Maß für den VfB im Duell gegen den Mitaufsteiger aus der Nähe von Koblenz. Doch es erforderte Geduld, ehe der Dreier für die Dillinger eingetütet war. Nach torloser erster Halbzeit, in der die Gäste einen Tick besser spielten, war es ein Kopfballtor von Abwehrchef Marius Neumeier, der den Bann brach. Zuvor hatte TSV-Keeper Jonas Börsch einen Freistoß von Kapitän Jannik Theobald klasse entschärft, doch der präzise Eckball, getreten vom gut aufgelegten Hassan Srour, fand genau den Kopf von Neumeier. Nach der Führung übernahm der VfB die Kontrolle und kam im weiteren Verlauf durch den agilen Niclas Judith, der einen groben Fehlpass ausnutzte, zum 2:0. Emmelshausen hatte auch einige Gelegenheiten, doch Dillingens junger Keeper Jan Greff erwies sich als starker Rückhalt. Kurz vor Schluss machte der eingewechselte Niklas Müller alles klar. „Wir haben das heute gut gemacht. Wir leben die Liga von Spiel zu Spiel und freuen uns auf jede Aufgabe. Heute bin ich rundum zufrieden“, so der 24-jährige Trainer des VfB, Daniel Kiefer.

VfB Dillingen: Greff - Schetter, Basenach, Dostert, Rupps (61. Müller), Neumeier, Cissé, Theobald, Judith (86. Nimmrichter), Krauß, Srour (69. Scherer). Trainer: Daniel Kiefer.

Tore: 1:0 Marius Neumeier (50.), 2:0 Niclas Judith (70.), 3:0 Niklas Müller (83.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Joel Maurice Jung (Winnweiler).

FC Karbach – FV Diefflen 2:1 (1:0). Mit einer unnötigen Niederlage im Gepäck kehrte der Vorjahresfünfte Diefflen aus dem Hunsrück zurück. Unnötig deshalb, weil der FV insgesamt nicht schlechter war als der FC Karbach. Dass die Gastgeber am Ende die Punkte behielten, dafür hatte Diefflens Trainer Thomas Hofer eine einfache Erklärung: „Wir waren gut im Spiel, doch in den Szenen, auf die es ankam, war Karbach einen Tick besser und einfach abgezockter. Das war der Punkt, der am Ende den Unterschied ausmachte.“ Schon nach 13 Minuten unterlief Diefflen der erste grobe Fehler, denn nach einer Freistoß-Flanke stand André Marx völlig frei und köpfte den Ball ungehindert ein. Danach war der FV bis zur Pause dran, traf aber das Tor nicht. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Enrico Köppen durch einen berechtigten Foulelfmeter auf 2:0. Für Diefflen reichte es nur noch zum Anschlusstor durch Chris Haase (85.).

FV Diefflen: Marina - Folz (46. Bidot), Baizidi, Günes (65. Taghzoute), Guss (82. Ali), Hessedenz, Mielczarek, Engeldinger, Fernando da Silva, Haase, Poß. Trainer: Thomas Hofer, Michael Müller.

Tore: 1:0 André Marx (13.), 2:0 Enrico Köppen (51., Foulelfmeter), 2:1 Chris-Peter Haase (85.). Zuschauer: 330. Schiedsrichter: Jan-Erik Breuer.

FSV Jägersburg – TSV Schott Mainz 1:0 (0:0). Vergangenen Samstag, um 18.17 Uhr, in Jägersburg: Der FSV Jägersburg startet in der 91. Minute beim Spielstand von 0:0 noch einmal einen letzten Angriff. Murat Adigüzel passt zu Luis Kiefer, der mit einem platzierten Schuss aus halbrechter Position ins linke Eck den viel umjubelten Siegtreffer markiert. Kurz darauf ist Schluss und die Gastgeber feiern ausgelassen ihren Überraschungscoup gegen den klar favorisierten Regionalliga-Absteiger. Und das, obwohl die Jägersburger mehrere Stammspieler ersetzen mussten. Die Gäste standen auf der Hinfahrt im Stau, so dass die Partie eine Stunde später angepfiffen wurde. Die Mainzer hatten ein Chancenplus, doch die ersatzgeschwächten Jägersburger kämpften verbissen um jeden Ball und setzten immer wieder Nadelstiche. So hatten beide Torhüter, Mirko Gerlinger (Jägersburg) und Mike Wroblewski (Mainz), gut zu tun. In der Schlussphase wirkte die Elf von Thorsten Lahm frischer als Schott Mainz und konnte mehr zulegen. Und so fiel der späte 1:0-Siegtreffer noch nicht einmal überraschend.

FSV Jägersburg: Gerlinger - Hasemann, Fricker, Schreiber, Ardestani (77. Hasan), Ehrmann, Holzweißig, Koblenz, Steinhauer (71. Schmieden), Kiefer, Adiguezel. Trainer: Thorsten Lahm.

Tore: 1:0 Luis Kiefer (91.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich).